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Chemielogistik in Industrieparks Wann lohnt sich Outsourcing von Logistikaufgaben

Autor / Redakteur: Dirk Rüsing* / Anke Geipel-Kern

Wann und für wen lohnt sich Outsourcing von Logistikaufgaben? Die kurze Antwort lautet: Für jedes Chemieunternehmen, das Lagerung und Transport von Chemikalien nicht mehr als seine Kernaufgabe definiert. Genau dafür gibt es in Industrieparks Dienstleister, die sich darauf spezialisiert haben. Einer stellt sich hier vor.

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Gefahrstofftransport ist was für Spezialisten.
Gefahrstofftransport ist was für Spezialisten.
(Bild: Infraserv Logistics)

Wer als Produktionsbetrieb mit Gefahrstoffen umgeht, muss zahlreiche Auflagen erfüllen. Ob er diese Stoffe selbst herstellt oder als Elemente seiner Produktion verwendet – das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) verpflichtet dazu, für maximale Sicherheit bei Lagerung und Transport zu sorgen.

Umgang mit Gefahrstoffen stellt erheblichen Kostenfaktor dar

Dafür müssen die Unternehmen neben einer geeigneten Infrastruktur auch geschultes Personal bereithalten, das mit Gefahrstoffen sicher umgehen kann. Der dafür erforderliche Aufwand stellt für viele Produktionsbetriebe einen erheblichen Kostenfaktor in ihrer Wertschöpfungskette dar. Deshalb kann es für sie kosteneffizent sein, das Handling der Gefahrstoffe und Gefahrgüter an einen spezialisierten Dienstleister zu übertragen. Im Rhein-Main-Gebiet übernimmt Infraserv Logistics solche Aufgaben.

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Als zentraler Standortlogistiker mit Sitz im Industriepark Höchst, dem 4,6 km2 großen Chemie- und Pharmastandort in Frankfurt, verfügt das Unternehmen neben dem erforderlichen Know-how auch über eine leistungsfähige Infrastruktur, um im Sinne effizienter Logistikketten die unterschiedlichsten Aufgaben zu erfüllen. „Wir haben unseren Ursprung in der chemischen Industrie und kennen uns daher mit den anspruchsvollen Anforderungen unserer Kunden, aber auch mit den Bestimmungen rund um die jeweiligen Prozesse aus“, erklärt Sven Frerick, Leiter Marketing und Vertrieb bei Infraserv Logistics.

So betreibt der Frankfurter Dienstleister als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Standortbetreibergesellschaft Infraserv Höchst im Industriepark Höchst mehrere Spezialläger, in denen er Stoffe fast aller Lagerklassen sicher unterbringen kann. Diese Kapazitäten stellt der Betreiber neben den Unternehmen am Standort auch Betrieben außerhalb des Chemieparks zur Verfügung.

Zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften sind die verschiedenen Gefahrstofflager von Infraserv Logistics u.a. mit Belüftungsanlagen, Gaswarneinrichtungen, Explosionsschutz sowie Löschwasser- und Produktrückhaltevorrichtungen ausgestattet. „Besonders leicht entzündliche Stoffe können wir auch temperaturgeführt lagern“, berichtet der Marketingleiter. Zusätzlich ergänzen die vom Standortbetreiber vorgehaltene Werkfeuerwehr und das Arbeitsmedizinische Zentrum im Industriepark Höchst die umfassenden Schutzvorkehrungen. Außerdem stehen dort auch gut 7800 m2 versiegelte Flächen für die Lagerung von Gefahrgut-Containern zur Verfügung.

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