Suchen

Massiver Personalabbau Wacker will bis zu 1200 Stellen streichen

| Redakteur: MA Alexander Stark

Der Münchner Chemiekonzern Wacker will in Deutschland bis Ende des Jahres 2022 insgesamt rund 1000 Stellen streichen. Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretungen haben sich auf ein entsprechendes Rahmenkonzept geeinigt. Darüber hinaus werden etwa 200 Stellen an den Standorten außerhalb Deutschlands abgebaut.

Firmen zum Thema

An den deutschen Wacker-Standorten sollen rund 1000 Stellen wegfallen.
An den deutschen Wacker-Standorten sollen rund 1000 Stellen wegfallen.
(Bild: Achim Zeller / Wacker Chemie)

München – Bis Ende 2022 sollen bei Wacker bis zu 1200 Stellen gestrichen werden. Vor allem der Verwaltungsbereich des Konzers sowie die indirekten und nicht operativen Funktionen der Geschäftsbereiche sind von der Maßnahme betroffen.

Umgesetzt werden soll der Stellenabbau in Deutschland ausschließlich mit sozialverträglichen und freiwilligen Maßnahmen. Dazu zählen Verrentung, Altersteilzeitregelungen oder Aufhebungsverträge. Betriebsbedingte Kündigungen sind nach der mit der Arbeitnehmervertretung getroffenen Vereinbarung ausgeschlossen. Festgelegt wurde außerdem, dass Auszubildende bei Eignung weiterhin übernommen werden.

Sein Ziel, ab Ende 2022 jährlich rund 250 Millionen Euro einsparen zu wollen, hat das Unternehmen bestätigt. Der Gesamtbetrag kommt dabei jeweils etwa zur Hälfte aus Sachkosten und Personalkosten, teilte der Konzern mit. Aus den Einsparungen bei den Sachkosten erwartet die Unternehmensleitung bereits in diesem Jahr mehr als 50 Millionen Euro. 2021 werden es voraussichtlich mehr als 100 Millionen Euro sein. Wesentliche Einsparungen bei den Personalkosten werden dagegen erst ab dem kommenden Jahr erwartet.

Das zentrale Anliegen des angekündigten Effizienzprogramms sei es, die Organisation von Wacker konsequent neu auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden auszurichten und so das profitable Wachstum des Konzerns zu unterstützen, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Rudolf Staudigl den Fokus des Programms. Sowohl im Geschäft mit Polysilicium als auch in den Chemiebereichen bereitet sich das Management auf eine härtere Gangart im Wettbewerb vor. Ziel sei es, dabei nicht nur Kosten in signifikantem Umfang einzusparen, sondern vor allem die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auch für zukünftige Herausforderungen zu stärken und dauerhaft zu sichern, so Staudigl weiter.

(ID:46931314)