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Sparprogramm Wacker will bis 2022 mehr als 1000 Stellen streichen

Redakteur: MA Alexander Stark

Paukenschlag bei Wacker: Der Konzern hat erste Zielvorstellungen für sein Effizienzprogramm „Zukunft gestalten“ bekanntgegeben. Demnach beabsichtigt das Unternehmen, durch Reduzierungen bei den Sachkosten und beim Umfang intern erbrachter Leistungen sowie mit einer schlankeren Organisation, jährlich 250 Millionen Euro einzusparen. Im Zuge dessen streicht der Konzern bis Ende 2022 mehr als 1000 Stellen.

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„Wir bereiten uns sowohl im Geschäft mit Polysilicium als auch in unseren Chemiebereichen auf eine härtere Gangart im Wettbewerb vor“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Rudolf Staudigl die Hintergründe des Programms.
„Wir bereiten uns sowohl im Geschäft mit Polysilicium als auch in unseren Chemiebereichen auf eine härtere Gangart im Wettbewerb vor“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Rudolf Staudigl die Hintergründe des Programms.
(Bild: Regina Recht)

München – Mit einem nun vorgestellten Effizienzprogramm will Wacker das profitable Wachstum des Unternehmens sicherstellen. In diesem Zusammenhang sollen bis Ende des Jahres 2022 mehr als 1000 Stellen in den Verwaltungsbereichen des Konzerns sowie den indirekten und nicht operativen Funktionen der Geschäftsbereiche wegfallen.

Der Schwerpunkt liege dabei mit mehr als 80 % auf den Standorten in Deutschland. Das Unternehmen will für den Stellenabbau gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern ein Paket von sozialverträglichen Maßnahmen erarbeiten. Denkbare Instrumente sollen beispielsweise Verrentung, Altersteilzeitregelungen oder Aufhebungsverträge sein. Sofern sich die angestrebten Ziele auf diese Weise erreichen lassen, soll auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden. Insgesamt beschäftigt Wacker weltweit rund 14.500 Mitarbeiter, davon rund 10.000 in Deutschland.

Das Unternehmen bereite sich sowohl im Geschäft mit Polysilicium als auch in seinen Chemiebereichen auf eine härtere Gangart im Wettbewerb vor, erläutert der Vorstandsvorsitzende Rudolf Staudigl die Hintergründe des Programms. Mit seinem Effizienzprogramm verfolge das Unternehmen einen umfassenden Ansatz, um nicht nur Kosten in signifikantem Umfang einzusparen, sondern vor allem die Wettbewerbsfähigkeit auch für zukünftige Herausforderungen zu stärken und dauerhaft zu sichern, so der Konzernchef weiter.

Nach einer Analyse der Ist-Situation wurden den Arbeitnehmervertretern jetzt die ersten Zielvorstellungen für eine Neuausrichtung der Organisation präsentiert, so der Konzern. Gemeinsam sollen die Vorstellungen der Unternehmensleitung nun weiter beraten und bewertet werden, sagte Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor Christian Hartel. Wie bisher werde sich der Arbeitgeber dabei eng mit den Arbeitnehmervertretern abstimmen und zeitnah in konstruktive Verhandlungen eintreten. Hartl zeigte sich zuversichtlich, dass die Ziele mit guten und fairen Lösungen erreicht werden können.

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