Gastrennung Wachstumsmarkt: Evonik investiert in Membrangeschäft zur Gasseparation

Redakteur: Alexander Stark

Insbesondere im Stickstoffmarkt werden Membrane zur Gasseparation verstärkt nachgefragt. Mit einer Investition im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich verdoppelt Evonik deshalb seine Kapazitäten dafür am Standort Schörfling, Österreich.

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Die Sepuran-Familie des Segments Resource Efficiency von Evonik umfasst Membranen zur Biogasaufbereitung, Stickstoffgewinnung sowie zur Helium- und Wasserstoffaufbereitung.
Die Sepuran-Familie des Segments Resource Efficiency von Evonik umfasst Membranen zur Biogasaufbereitung, Stickstoffgewinnung sowie zur Helium- und Wasserstoffaufbereitung.
(Bild: Evonik)

Essen – Das Spezialchemieunternehmen Evonik plant seinen österreichischen Standort in Lenzing/Schörfling weiter auszubauen und die dort vorhandenen Produktionskapazitäten für Hohlfasermembranmodule der Marke Sepuran zu verdoppeln. Mittels der Membrane gelingt es, Gase wie Methan, Stickstoff oder Wasserstoff effizient aus Gasgemischen abzutrennen. Das Unternehmen investiert für die Anlage einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Die Produktion der zusätzlichen Membranmodule soll Ende 2017 starten. Mit der Investition schafft der Konzern zudem in Schörfling mehr als 30 neue Arbeitsplätze.

Die Gastrennung mit Hilfe von Membranen ist im Vergleich zu den herkömmlichen Wegen, etwa über die Gasverflüssigung, noch eine junge Technologie. Wegen höherer Effizienz und niedrigeren Kosten geht Evonik daher von einem höheren Wachstum für Gase aus membranbasierten Trennverfahren im Vergleich zur herkömmlichen Gastrennung aus. Das größte Marktvolumen bei der Gasseparation über Membrane hat dem Unternehmen zufolge Stickstoff mit einem Anteil von mehr als 40 %.

In Schörfling produziert der Hersteller derzeit bereits Gasseparationsmodule vor allem für den Biogasmarkt und die Wasserstoff- und Helium-Gewinnung. Hier soll nun eine neue Hohlfaserspinnanlage zur Produktion der Membranmodule für effiziente Gasseparation insbesondere für die Stickstoffgewinnung entstehen. Im nahen Lenzing wird der Hochleistungskunststoff Polyimid hergestellt, der in Schörfling versponnen und dann weiter verarbeitet wird. Auch in Lenzing wird die Infrastruktur ausgebaut.

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