Worldwide China Indien

Großanlagenbau-Datenbank

Überblick über globale Großanlagenbau-Projekte und Revisionen

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

(Bild: BASF)

Im vergangenen Jahr wurden weltweit hunderte Anlagen für die Prozessindustrie geplant, gebaut und in Betrieb genommen. GROAB, die Projektdatenbank für den internationalen Großanlagenbau gibt detaillierte Informationen über Standort, Art, Status, Kapazität, Betreiber, Engineering und Projektwert der World-Scale-Anlagen.

Australien wird Weltmeister. Nicht im Fußball sondern in der Produktion von Flüssigerdgas (LNG) holt sich Down Under laut GBI Research 2017 den Titel von Katar, die im Jahr 2011 77,5 Millionen Tonnen Erdgas verflüssigten. Während die Zahl im arabischen Emirat voraussichtlich konstant bleiben wird, prognostizieren die Marktforscher den Australiern eine Produktion von 124 Millionen Tonnen LNG im Jahr 2017.

Laut Großanlagenbau-Datenbank GROAB entstehen die Produktionsstätten mit dem höchsten Projektwert gerade vor dem australischen Festland. Für das Gorgon-Gasprojekt bei Barrow Island vor der westaustralischen Küste wird im Auftrag von Chevron, Exxon Mobil und Shell eine Pipeline sowie eine World-Scale-Anlage zur Förderung und Verarbeitung von Erdgas gebaut.

Ab 2015 wollen die Betreiber 20,8 Millionen Jahrestonnen LNG produzieren und investieren ca. 41 Milliarden Euro. Mithilfe des Engineering-Partners Kellog Joint Venture Group (KJVG), welche die Unternehmen KBR JGC, Hatch und Clough vereint, wollen die Auftraggeber durch das Gorgon-Projekt ab 2015 etwa acht Prozent der globalen Flüssiggasmenge liefern.

Shale-Gas-Boom prägt den amerikanischen Großanlagenbau

Im letzten Jahr wurden insgesamt 468 branchenübergreifende, neue Bauprojekte in GROAB aufgenommen – mit 47,86 % die meisten davon in Asien. Beim Blick auf die gelisteten World-Scale-Anlagen zeichnet sich neben der Aufrüstung des australischen LNG-Sektors auch der Shale-Gas-Boom und die zunehmende Bedeutung des Nahen und Mittleren Ostens als Produktionsstandort ab.

In den USA entstehen neue Produktionsstätten, obwohl die Amerikaner noch vor wenigen Jahren kaum Wachstumschancen für ihre Chemieproduktion gesehen haben, und die Länder des Nahen und Mittleren Ostens beschränken sich nicht mehr auf die Förderung von Rohstoffen, sondern wollen diese am Standort direkt zu Grundchemikalien weiterverarbeiten.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 36923120 / Engineering)