Füllstandsmessung Trends und Entwicklungen im Bereich der Füllstandssensoren

Autor / Redakteur: Dominik Stephan* / Dominik Stephan

Entscheidend ist, was drin ist – die Füllstandsmessung erlaubt den Blick in verschlossene Silos und Behälter – Um uns über die Trends und Entwicklungen im Bereich der Füllstandssensoren zu informieren, sprachen wir in Belgien mit Vertretern des Sensorspezialisten Magnetrol. Dabei zeigt sich, das Radar mehr kann als nur Temposünder überführen und Flugzeuge aufspüren.

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Füllstandsmessung in Lichtgeschwindigkeit: Ob freies oder geführtes Radar - es kommt ganz auf die Anwendung an.
Füllstandsmessung in Lichtgeschwindigkeit: Ob freies oder geführtes Radar - es kommt ganz auf die Anwendung an.
(Bild: Magnetrol)

Füllstände messen – nichts leichter als das. Schließlich steht eine Reihe von Technologien bereit, auf unterschiedlichste Weise den Pegel von Flüssigkeiten und Schüttgütern zu erfassen. Doch der Teufel steckt im Detail.

Viele Medien, aber auch die verwendeten Silos und Behälter stellen den Anwender vor erhebliche Herausforderungen. Einbauten wie Leitern, Prallbleche oder Rührer erfordern ein angepasstes Messprinzip. Dämpfe oder Schaum können die Auswertung verfälschen und die Eigenschaften des Mediums – wie Dichte und Leitfähigkeit – können Herangehensweisen wie die kapazitive Messung unmöglich machen.

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Auch deswegen gelten impulsgebende Verfahren als Joker der Messprinzipien: Dabei wird ein Radar-, Mikrowellen- oder Ultraschallimpuls von oben in den Behälter geschickt. Trifft dieser auf die Grenzfläche des Mediums, wird ein Teil der Energie reflektiert und kann als Echo detektiert werden. Aus der Laufzeit des aufgefangenen Signals wird der Füllstand errechnet – ganz ohne Kontakt zum Medium.

„Idealerweise sollte jede Messung berührungslos sein“ erklärt Marc Baert, General Manager von Magnetrol im belgischen Zelen. Die Firma stellte 1998 ihren ersten Radarsensor vor und revolutionierten so ihr Portfolio: Waren es zuvor verdränger- und schwimmerbasierte Pegelanzeigen, sind heute die Vorzeigeprodukte von Magnetrol Radarmessgeräte. „Auftriebskörper stoßen irgendwann an Ihre Grenzen – z.B. bei Verschmutzung oder unterschiedlichen Dichten – ein Problem, dass wir mit Radar gelöst haben.“

Pegel in Lichtgeschwindigkeit

Das Prinzip der Impulsmessung ist einfach, die Technologie jedoch komplex – Laufzeiten im Nanosekundenbereich machen eine schnelle Erfassung und Berechnung notwendig. Unterschiedliche Impulsformen erfordern zum Teil aufwändige Einstellungen oder sind, wie z.B. Ultraschall, direkt vom Medium abhängig.

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