Anbieter zum Thema
Um die erzielbaren Messgenauigkeit abzuschätzen, wurde jede Applikation in bestimmten Installations- und Prozesskriterien untersucht (siehe Abb. 1 und Tab. 1). Nach Auswertung der acht Füllstandapplikationen unter den definierten Einsatzbedingungen ergibt sich die in Abb. 2 dargestellte Spezifikation der Messabweichungen.
Magnetisch-induktive Durchflussmessung
Zur Auswertung der technischen Spezifikation hinsichtlich der Messgenauigkeit von magnetisch-induktiven Durchflussmessern wurden folgende Konfigurations- und Applikationskriterien betrachtet: Referenzbedingungen, niedere Leitfähigkeit, hohe Viskosität, hohe Strömungsgeschwindigkeit, verschmutzte Medien, hohe Temperaturen und Drücke, ungünstige Einbaulage, asymmetrische Strömungsprofile, Drall sowie andere ungünstige Randbedingungen. Jede Applikation wurde in bestimmten Konfigurations-, Installations- und Prozesskriterien zur Abschätzung der erzielbaren Messgenauigkeit untersucht (siehe Tab. 2). Nach Auswertung der acht Durchflussapplikationen unter den definierten Einsatzbedingungen ergibt sich die Spezifikation der Messabweichungen gemäß Tab. 3.
Die Ergebnisse zeigen, dass die technischen Spezifikationen und die Funktionalität von Prozessinstrumentierungssensoren unbedingt detailliert und transparent dokumentiert werden müssen. Dies gilt sowohl für den Betrieb unter Referenz-/Idealbedingungen als auch für die zu erwartende Funktionalität in Produktionsprozessen unter Applikationsbedingungen.
Das Konzept von Siemens wurde von der Namur und namhaften Chemieunternehmen wie BASF, Bayer, Evonik und Dow akzeptiert. Es ist geplant, diese Erfahrungen und Auswertungen, die mehrere Jahre in Anspruch genommen haben, für weitere Prozesstechnologien durchzuführen, zu dokumentieren und den Anwendern zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören Füllstand-, Durchfluss-, Druck- und Temperatursensoren sowie analytische Sensoren und Systeme. Auch Regler, wie Ventilstellungsregler, Sensoren und Systeme für die Zustandsüberwachung z.B. für Leckage-Messungen an Pumpen und Durchflussleitungen, stehen auf der Liste. Nicht zuletzt sollen die technischen Spezifikationen unter Applikationsbedingungen von Prozessschutzeinrichtungen untersucht werden.
Dem Anwender helfen diese Informationen Planungs- und Instrumentierungskosten zu reduzieren, ebenso die Modifizierungs- und Instandhaltungskosten als Teil der TCO. Weiterhin kann er die Anlagenverfügbarkeit erhöhen, da intelligente Prozessinstrumentierungstechnologien und Diagnosefunktionen als Teil des Asset Managements die Prozesse optimieren. Zudem steigt die Messsicherheit. Das Ergebnis: bessere Produktionsquantität, Produktionsqualität und Produktionsreproduzierbarkeit.
Der Autor ist Director Industry Marketing Chemie HPI O&G, Siemens AG Industry Automation, Business Unit Sensors and Communication, Karlsruhe.
(ID:283821)