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Profinet Standardisiertes OPC UA-Objektmodell für Profinet-Geräte

| Redakteur: Gabriele Ilg

Eine OPC-UA-Companion Spezifikation für Profinet hat Profibus & Profinet International (PI) veröffentlicht. Diese beschreibt erstmals ein standardisiertes OPC UA Objektmodell für Profinet-Geräte.

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Die neue OPC UA Companion Spezifikation für Profinet ist erst der Anfang der Strategie von PI zur vertikalen Integration.
Die neue OPC UA Companion Spezifikation für Profinet ist erst der Anfang der Strategie von PI zur vertikalen Integration.
(Bild: Profibus & Profinet International)

Viele Industrie 4.0 Use Cases basieren darauf, in der Betriebsphase einer Anlage Daten aus dem Shopfloor in IT-Systeme bzw. in die Cloud zu übertragen, um sie dort auszuwerten. Daraus sollen dann Wartungs- und Diagnosepläne erstellt oder Verfügbarkeitsaussagen abgeleitet werden.

Doch dafür braucht es gemeinsame Standards: Jetzt hat Profibus & Profinet International (PI) eine OPC-UA-Companion Spezifikation für Profinet veröffentlicht, die erstmals ein standardisiertes OPC UA Objektmodell für Profinet-Geräte beschreibt. Auf diese Weise können Geräte von unterschiedlichsten Herstellern einheitlich Gerätedaten z.B. an Asset-Management-Systeme übergeben. Das macht es für Toolhersteller einfacher, Infos herstellerübergreifend einzusammeln. Mittelfristig verfolgt PI dabei das Ziel, einen offenen Standard für Profinet-Geräte zu definieren, der vielfältigste Informationen in standardisierten Objektmodellen festlegt.

So könnten diese einfach von Geräteherstellern integriert und von Anlagenbetreibern und Systemintegratoren genutzt werden. Letztendlich reduziert das auch Aufwand und Kosten für die Datengewinnung, ist sich der Profibus-Dachverband sicher. Dabei spielt es bei der Implementierung keine Rolle, ob der OPC UA-Server sich direkt auf dem Gerät befindet, oder ob ein überlagertes Edge-Gateway oder eine Steuerung die Daten für mehrere Profinet-Geräte aggregiert.

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