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Feststoffe? Kein Problem!
Viele Anwender, die mit Feststoffen im Fluid zu kämpfen haben oder einen hohen Druckabfall nicht hinnehmen können, fahren deshalb mit den „Geländewagen-Ventilen“ von Gemü besser. Die Ventil-Baureihen Silverline S580 und S680 betätigen das Dichtelement direkt – ohne jegliche Fluidunterstützung. Sie können deshalb auf die bei Magnetventilen üblichen englumigen Hilfsbohrungen verzichten, die zum Verstopfen neigen. Störungen durch Verkrustungen, die durch Feststoffe verursacht werden, sind nahezu ausgeschlossen (siehe „Ergänzendes zum Thema“).
Elektrischer Antrieb und Getriebe sind bei Silverline-Ventilen der Baureihen S580 und S680 so ausgelegt, dass sie schnell öffnen und schließen. Die Schaltzeiten sind je nach Nennweite mit 0,3 bis 1,6 Sekunden dementsprechend kurz. Der Antrieb ist so kraftvoll, dass er gegen einen anliegenden Druck von bis zu 6 bar sicher abdichtet, wobei genügend Sicherheitsreserven bestehen, um auch Druckstöße abzufangen.
Silverline-Ventile kann man fernab einer Luftdruckversorgung betreiben. Sie können unabhängig vom Stromnetz sogar mit Solarstrom dezentral auch an entlegenen Orten betrieben werden. Mit ihren geringen Abmaßen sind die Ventile zudem so kompakt, dass sie selbst bei beengten Einbausituationen mühelos Platz finden. Das schmale Gehäuse ermöglicht den Bau kompakter Ventilblöcke, z.B. für Abfüllprozesse mit einer Zuleitung und fünf Füllstationen.
„Grüne“ Ventile
Die Betrachtung der Energiebilanz fördert Erstaunliches zutage. Ein induktiv betätigtes Magnetventil benötigt nicht nur zum Öffnen Spannung, sondern es verbraucht auch in der Endstellung, meist im geöffneten Zustand, einen Haltestrom. Dieser Induktionsstrom, der sich z.B. auch durch die Erwärmung der Spulen an Magnetventilen bemerkbar macht, ist notwendig, um diese Ventile mittels elektromagnetischer Kraft offen zu halten. Man kann sich leicht vorstellen, dass sich der Energieverbrauch zum „Offenhalten“ von Magnetventilen in komplexen Anlagen mit Hunderten von Ventilen aufsummiert und einen wesentlichen Kostenblock darstellt.
Ganz anders die Silverline-Ventile. Da sie motorisch betätigt werden, verbrauchen sie lediglich während des Schließens bzw. Öffnens Strom. Nicht jedoch, wenn sie ihre Endstellung eingenommen haben. Da sich Ventile in 90 bis 95 Prozent ihrer Betriebszeit gemeinhin in der Endstellung befinden, kann man grob abschätzen, dass sich mit Silverline-Ventilen im Vergleich zu Magnetventilen mehr als 50 Prozent Strom sparen lassen.
Auch gegenüber einer pneumatischen Betätigung haben Silverline-S580- bzw. -S680-Ventile mit ihrem direkten elektromotorischen Antrieb beim Energieverbrauch die Nase vorn.
Gehäuse und Ventilkörper bestehen entweder aus PVC oder glasfaserverstärktem Polypropylen (PP). Beide Kunststoffe sind sehr beständig und widerstehen problemlos einer Vielzahl von Chemikalien und Lösemitteln. Sie sind deshalb für eine Vielzahl von Fluiden und Medien einsetzbar. Kurzum: Ihr Einsatzgebiet ist wie bei einem Geländewagen buchstäblich unerschöpflich.
* Der Autor ist Produktmanager bei Gemü Schweiz GmbH.
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