Farbförderung Schonende Farbförderung mit Schlauchpumpen

Autor / Redakteur: Till Völker / M.A. Manja Wühr

Auf der Suche nach einer neuen Pumpenlösung zur Farbförderung hatte ein Dekorpapier-Hersteller klare Vorstellungen. Leise und schonend sollte die Pumpe arbeiten und dabei wartungsfreundlich sein. Am Ende machte eine Schlauchpumpe das Rennen.

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Für einen Hersteller von Dekor-Papieren übernimmt eine Schlauchpumpe P_classic 27 mit regelbarem Drehmoment die bedarfsgerechte Farbzufuhr, während eine zweite mit fester Drehzahl überschüssige Farbe abpumpt. Bilder: Ponndorf
Für einen Hersteller von Dekor-Papieren übernimmt eine Schlauchpumpe P_classic 27 mit regelbarem Drehmoment die bedarfsgerechte Farbzufuhr, während eine zweite mit fester Drehzahl überschüssige Farbe abpumpt. Bilder: Ponndorf
( Archiv: Vogel Business Media )

Farben sind wahre Diven und wollen schonend behandelt werden. Schließlich führen Blasenbildung und Temperaturschwankungen während der Förderung zu einem schlechten Druckergebnis. Für solche Aufgaben stehen verschiedene Pumpentypen zur Verfügung, beispielsweise Druckluftmembranpumpen. Doch Erfahrungen eines Herstellers von Dekorpapieren zeigten, dass sie einen höheren betriebs- und wartungstechnischen Aufwand erfordern. Außerdem ist der Betrieb der bislang eingesetzten Druckluftmembranpumpen mit einem erheblichen Geräuschpegel verbunden. Für einen reibungslosen Produktionsablauf ist zudem eine einfache Reinigung zwingend erforderlich. Denn Dekors, Maserungen und Farbgebungen, z.B. Buche, Eiche, Nussbaum oder Ahorn, können sich von Charge zu Charge ändern. Für diese Fälle ist es erforderlich, die Pumpe schnell zu reinigen und auf die neue Farbe umzurüsten. Daher war der Dekorpapier-Hersteller auf der Suche nach einer neuen Pumpenlösung für seine Druckmaschinen. Fündig wurde er schließlich bei der Schlauchpumpe P_classic 27 von Ponndorf.

Die Niederdruckpumpe mit einem Förderdruck von zwei bar und einer maximalen Förderleistung von 2200 Liter pro Stunde arbeitet nach dem Trockenlaufprinzip, d.h. dass sie ohne flüssiges Schmiermittelbad im Gehäuseinneren auskommt. Sie ist wie auch alle anderen Ponndorf-Schlauchpumpen als selbstansaugende, ventillose rotierende Verdrängerpumpe konzipiert. Die Förderung erfolgt in einem medienbeständigen, elastischen Schlauch. Dieser liegt an der Innenwand des Pumpengehäuses an. Im Gehäuse ist ein Rotor mit leicht gleitenden Teflon-Verdrängerrollen angeordnet. Beim Ansaugvorgang drücken die Verdränger den Schlauch im Gehäuseinneren zusammen und schieben die darin befindliche Luft in die Druckleitung. Hinter dem Verdränger stellt sich der Pumpenschlauch wieder in seine ursprüngliche Form zurück und erzeugt dadurch einen Unterdruck, der ein schonendes Ansaugen des zu fördernden Mediums bewirkt.

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