Newsticker Januar: Aktuelles aus der Prozessindustrie Nächster Versuch: Lukoil plant Verkauf an US-Firma Carlyle

Von Wolfgang Ernhofer 45 min Lesedauer

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Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

29.01.2026

Caracas (dpa) *23:36 Uhr – Venezuelas Parlament billigt Reform der Ölindustrie

Venezuelas Parlament hat eine Gesetzesinitiative zur Stärkung der Ölindustrie einstimmig gebilligt. Die Reform ermöglicht zusätzliche ausländische Investitionen in den Energiesektor. Nach der Gefangennahme des autoritären Machthabers Nicolás Maduro durch das US-Militär plädiert US-Präsident Donald Trump für Investitionen im venezolanischen Ölsektor. Davon sollen nicht zuletzt die Vereinigten Staaten profitieren.

Vor der Abstimmung marschierten Tausende Arbeiter aus dem Erdölsektor durch die venezolanische Hauptstadt, um die Reform zu unterstützen. Die Kundgebung wurde von der Regierung organisiert. Die nun gebilligte Reform wurde von Maduros Nachfolgerin und ehemaligen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez vorgeschlagen. Nach Maduros Festnahme wegen mutmaßlicher Drogendelikte ist die geschäftsführende Präsidentin Washingtons Ansprechpartnerin in Caracas.

Bei der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos sagte Trump zuletzt, dass die 50 Millionen Barrel Öl (je 159 Liter), die die USA aus Venezuela erhalten würden, zwischen beiden Ländern aufgeteilt würden. «Vor 20 Jahren war (Venezuela) ein großartiges Land, aber jetzt haben sie Probleme», sagte Trump. Die USA würden helfen: «Venezuela wird in den nächsten sechs Monaten mehr Geld verdienen als in den vergangenen 20 Jahren, alle großen Ölkonzerne kommen ins Land».

Moskau (dpa) *12:24 Uhr – Nächster Versuch: Lukoil plant Verkauf an US-Firma Carlyle

Der mit US-Sanktionen belegte russische Ölkonzern Lukoil plant den Verkauf seines Auslandsgeschäfts an die US-Investmentfirma Carlyle. Es sei ein Vertrag geschlossen worden, der aber von der Zustimmung der US-Finanzbehörde abhängig sei, teilte Lukoil in Moskau mit. Gleichzeitig werde mit anderen möglichen Käufern verhandelt. Von Carlyle gab es bislang keine Stellungnahme.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Oktober Sanktionen gegen die großen russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil verhängt, um Moskau zu einem Ende des Ukraine-Kriegs zu drängen. Danach scheiterte ein Versuch von Lukoil, seine ausländischen Vermögenswerte an den Schweizer Rohstoffhändler Gunvor zu verkaufen. Das US-Finanzministerium legte sein Veto ein, weil ein Gründer von Gunvor der russische Geschäftsmann Gennadi Timtschenko war, ein Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin. Timtschenko hat sich allerdings schon 2014 aus der Firma zurückgezogen.

«Wir sehen die Sanktionen als illegal und unannehmbar, das ist unsere grundlegende Position», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Die Vereinbarungen zwischen Lukoil und Carlyle könne der Kreml nicht kommentieren, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. «Für uns ist am wichtigsten, dass die Interessen des russischen Unternehmens gewahrt sind und beachtet werden.»

Der neue potenzielle Käufer The Carlyle Group mit Sitz in Washington ist eine der größten Investmentfirmen der Welt und verwaltet nach eigenen Angaben Vermögenswerte von 474 Milliarden Dollar. Die Auslandsgeschäfte von Lukoil umfassen Hunderte Tankstellen in etwa 20 Ländern, auch in der EU, und mehrere Raffinerien. Dazu ist die russische Firma an Förderprojekten in den ehemaligen Sowjetrepubliken Aserbaidschan, Kasachstan, Usbekistan, aber auch in anderen Staaten beteiligt. Das Geschäft in Kasachstan soll Lukoil zufolge von dem Verkauf an Carlyle ausgenommen werden.

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