Marktstudie Polyvinylchlorid PVC-Markt wächst weiter

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Polyvinylchlorid ist eines der Hauptprodukte der chemischen Industrie und zählt neben Polypropylen und Polyethylen zu den am meisten produzierten Kunststoffen: Weltweit wurden im Jahr 2013 rund 39,3 Millionen Tonnen PVC verbraucht. Eine neue Studie des Marktforschungsinstituts Ceresana erwartet bis zum Jahr 2021 einen weiteren Anstieg des Verbrauchs von durchschnittlich 3,2 % pro Jahr.

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China und Indien sind nach wie vor Wachstumstreiber für den PVC-Markt.
China und Indien sind nach wie vor Wachstumstreiber für den PVC-Markt.
(Quelle: Ceresana)

Konstanz – Die Region Asien-Pazifik ist mit einem Anteil von annähernd 56 % der mit Abstand wichtigste Abnehmer von PVC – und wird auch in absehbarer Zukunft das stärkste Wachstum aufweisen. Die Märkte in Nordamerika und Westeuropa sind nach starken Einbrüchen in den letzten Jahren mittlerweile ebenfalls wieder auf einen Wachstumspfad zurückgekehrt.

PVC-Verbrauch steigt weltweit

Die Bauindustrie ist der bei weitem wichtigste Absatzmarkt für PVC-Produkte. Die Baubranche wächst in China weiterhin stärker als in den meisten anderen Ländern, auch wenn die Dynamik etwas nachlässt. Neben China gehört auch Indien mit einem prognostizierten Verbrauchsanstieg von jährlich 4,9 % zu den Wachstumstreibern am PVC-Markt. Die USA hatten in den letzten Jahren unter einer schwachen Binnennachfrage zu leiden, wegen der langsam, aber stetig anziehenden Baukonjunktur erhöht sich dort der PVC-Absatz mittlerweile jedoch wieder.

Link zur Studie Die komplette „Marktstudie Polyvinylchlorid“ können Sie auf der Seite von Ceresana herunterladen. Weitere interessante Studien und Positionspapiere aus Bereichen wie beispielsweise Gehalt, Personal, Industrie, Pharma, Produktion oder auch Biotechnologie finden Sie auf unser Übersichtsseite.

In Westeuropa scheint die Talsohle bei den Krisenländern am Mittelmeer nun erreicht zu sein. Die Märkte Deutschland, Frankreich und Großbritannien sind relativ stabil. Daher wird der PVC-Verbrauch in Westeuropa in den nächsten Jahren voraussichtlich wieder um durchschnittlich 1 % pro Jahr wachsen.

Dynamischer PVC-Markt

Die US-amerikanischen PVC-Produzenten konnten die schwache Inlandsnachfrage der letzten Jahre durch eine starke Ausweitung ihres Exports ausgleichen, da in den USA die Rohstoffkosten für PVC aufgrund des Schiefergas-Booms stark gefallen sind und die amerikanischen PVC-Anbieter mit niedrigen Preisen auf den Auslandsmärkten konkurrieren konnten.

In Europa führte die schwache Nachfrage der letzten Jahre zu einer hohen Marktdynamik: Kleinere und mittlere Hersteller wurden aufgekauft oder verschwanden vom Markt. Einzelne Länder, etwa Italien, stiegen dadurch komplett aus der PVC Produktion aus. Während einige Großunternehmen, wie z.B. Arkema, ihre PVC-Sparten abstießen, vereinen Solvay und Ineos ihre Geschäftsbereiche: Das Joint-Venture Inovyn wird voraussichtlich zum Jahresende 2014 den Betrieb aufnehmen. Die Marktforscher von Ceresana erwarten durch die Gründung dieses mit Abstand größten europäischen PVC-Herstellers einen weiter zunehmenden Konzentrationsdruck innerhalb der Branche.

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