Neues von Profibus / Profinet – Teil 3 Profibus – Gerätemanagement leicht gemacht

Autor / Redakteur: Profibus Nutzerorganisation / Gabriele Ilg

Mehr Informationen über die Assets einer Anlage sind meist von Vorteil – sofern die Informationen exakt und konsistent sind. Um mehr Informationen zu erhalten, müssen beim Anlagen-Engineering ein paar Voraussetzungen getroffen werden. Das ist mit Profibus aber kein Problem.

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Mit Profibus PA kommen wichtige Informationen aus den Feldgeräten in die Warte – zuverlässig und unverfälscht.
Mit Profibus PA kommen wichtige Informationen aus den Feldgeräten in die Warte – zuverlässig und unverfälscht.
(Bild: Endress+Hauser)

Die meisten der ehemaligen Anlagenfahrer, Wartungs- und Serviceleute hatten sich in Grüppchen zusammengesetzt und schwelgten in Erinnerungen. Ja, es hatte sich einiges geändert in ihrer Anlage, und nach den ersten Erläuterungen des Jungen gingen die Meinungen auseinander, ob man froh darüber war, schon in Pension zu sein, oder ob man die neuen Techniken auch selbst gerne erprobt hätte.Der Bärtige saß allein an einem Tisch. Er war nicht der Typ, der übertriebene Herzlichkeit zur Schau trug – im Gegenteil, er wirkte grimmiger und abweisender, als er in Wirklichkeit war. Er hatte manchen Strauß ausgefochten zu seiner Zeit, den Finger immer in die Wunden gelegt, aber manchmal fehlte ihm auch etwas Pragmatismus. Er hatte deshalb auch nicht die ganz große Karriere gemacht, aber seine fundierte Meinung war immer eingeholt worden, wenn es um technische Entscheidungen ging. Der zusätzliche Nutzen durch die Feldbustechnologie, die der Junge geschildert hatte, war ihm sofort klar geworden. Aber wurden Planung und Engineering nicht dadurch unflexibel und spontan notwendige Änderungen unmöglich gemacht?

Flexibilität bewahren

Mit Profibus ist eine große Flexibilität für die Planungsphase, das Engineering und die Inbetriebsetzung sowie gleiche Datenstrukturen für alle Geräte gewährleistet.

Die Integration der Feldgeräte in das Automatisierungssystem erfolgt mittels Abbildung der Gerätefunktionalität in das Leitsystem. Die GSD (General Station Description), die vom Gerätehersteller bereitgestellt wird, ist das elektronische Datenblatt des Feldgerätes. Sie beschreibt alle Funktionalitäten, die das jeweilige Feldgerät unterstützt. Dabei kann frei gewählt werden, welche und wie viele Prozesswerte übertragen werden sollen. Die Feldgeräte erkennen dies selbstständig, adaptieren sich und beginnen mit der Kommunikation.

Unabhängig planen

Während der Engineering-Phase müssen noch keine Details der später eingesetzten Feldgeräte bekannt sein – ein neutraler Kanal sorgt für die Festlegung der Kanäle. Die Hardware-Projektierung erfolgt also geräteneutral und unabhängig vom verwendeten Feldgerät. Erst bei der Inbetriebsetzung müssen die real in der Anlage eingesetzten Geräte endgültig zugeordnet werden. Diese Trennung von Kommunikation und Funktionalität vereinfacht die Planung.

Gerätetypen festlegen

Da die prinzipiellen Aufgaben der eingesetzten Geräte schon in der Planungsphase feststehen, empfiehlt es sich, für den neutralen Kanal eine Vorauswahl aus sechs verschiedenen Gerätetypen zu treffen. Dazu gehören

  • einfache Transmitter mit ein oder zwei analogen Prozesswerten, zum Beispiel für Temperatur, Druck oder Füllstand;
  • multifunktionale Transmitter mit bis zu zehn analogen Prozesswerten, zum Beispiel für Durchflussmessungen;
  • Binärein- und -ausgaben;
  • analoge Positionen für Regelventile und binäre Positionen für Ventilboxen.

Generell wird bei PROFIBUS der Messwert skaliert übertragen, somit entfällt die sonst übliche Anpassungsrechnung, die Skalierung, im Leitsystem.

Der Alte war etwas zusammengezuckt, als sich der Bärtige zu Wort gemeldet hatte. Würde sich der Junge durch die provokante Art aus der Ruhe bringen lassen? Aber er hatte schnell gemerkt, weshalb man diesen jungen Mann für die Präsentation ausgesucht hatte: er war auch jetzt die Antwort nicht schuldig geblieben und hatte sich auch durch die brummige Art des Bärtigen nicht irritieren lassen. Aber der ließ noch nicht locker

Hier geht es zu den weiteren Teilen:

Teil 1: Profibus ist eine betriebsbewährte Technologie

Teil 2: Profibus – Diagnose leicht gemacht

Teil 3: Profibus – Gerätemanagement leicht gemacht

Teil 4: Profibus – für eine stabile Prozessführung

Teil 5: Profibus – Kompatibilität durch Zertifizierung

Teil 6: Profibus – Einfach und sicher im Ex-Bereich

Teil 7: Profibus – Kosten senken im Life Cycle

Teil 8: Profibus vereinfacht das Gerätemanagement

Teil 9: So wird die Netzwerkplanung mit Profibus leicht gemacht

Teil 10: Condition Monitoring mit Profibus PA

Teil 11: Profinet für die Prozessautomatisierung

Teil 12: Profibus – Wirtschaftlich im ganzen Lebenszyklus

Im Video erfahren Sie mehr über den Jungen, den Alten und den Bärtigen – und über Profibus PA.

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