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Altkunststoff-Recycling OMV wandelt Kunststoffmüll in Rohöl um

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die OMV Re Oil Recyclinganlage im österreichischen Schwechat gewinnt aus Altkunststoffen synthetisches Rohöl. Aus rund 100 kg Verpackungsmaterial produziert die Pilotanlage 100 l Rohöl pro Stunde. Die Treibstoffgewinnung gelingt durch ein thermo-chemisches Verfahren.

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In einer Recyclinganlage im österreichischen Schwechat gewinnt OMW aus Altkunststoffen synthetisches Rohöl.
In einer Recyclinganlage im österreichischen Schwechat gewinnt OMW aus Altkunststoffen synthetisches Rohöl.
(Bild: OMV)

Schwechat/Österreich – Im Rahmen der 60 Jahr-Feier in der Raffinerie Schwechat präsentierte die OMV vor Vertretern der Politik, und Medien den Grundstein für eine innovative Zukunft, die Re Oil Altkunststoff-Recyclinganlage.

In der Pilotanlage wird durch ein thermo-chemisches Verfahren aus Kunststoffabfällen synthetisches Rohöl hergestellt. „Mit dieser Technologie ist es möglich, dass ein Fass Öl mehrfach verwendet wird. Dadurch werden weniger Altkunststoffe verbrannt und Treibhausgase reduziert. Das Re Oil-Verfahren unterstützt somit die OMV Nachhaltigkeitsziele im Schwerpunktbereich CO2-Effizienz“, sagt Manfred Leitner, OMV-Vorstandsmitglied Downstream.

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Die OMV beschäftigt sich seit 2011 mit dem Potenzial von Altkunststoffen. Im Jahr 2013 ging die erste Versuchsanlage mit einer Verarbeitungskapazität von rund 5 kg/h Altkunststoffen in der Raffinerie Schwechat in Betrieb. Die nächstgrößere Testanlage – mit einer Verarbeitungskapazität von bis zu 100 kg/h – wurde 2018 in Betrieb genommen und produziert daraus 100 l synthetisches Rohöl pro Stunde. Dieses Rohöl wird in der Raffinerie Schwechat zu Treibstoffen bzw. anderen Grundstoffen der Kunststoffindustrie weiterverarbeitet. So entsteht eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft.

Die OMV investierte in das gesamte Projekt rund 10 Millionen Euro, wobei von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft 10 % der Kosten übernommen wurden. Der Recyclingprozess beruht auf thermischem Cracken bei über 300 °C. Dabei handelt es sich um eine bewährte Raffinerie-Technologie, die mittel- und langkettige Kohlenwasserstoffe in kurzkettige aufspaltet. Basis dieser Kreislaufwirtschaft ist ein chemischer Kreislauf: Aus kurzkettigem Öl werden langkettige Kunststoffe erzeugt, die durch das Re Oil-Verfahren wieder zu kurzkettigem Öl werden. Für diesen Prozess hält die OMV in Europa, den USA, Russland, Australien, Japan, Indien, China und vielen weiteren Ländern das Patent. Das Recyclingverfahren ist bereits vollständig in die Abläufe der Raffinerie eingebunden und das Forschungsteam hat mit der Planung für eine nächstgrößere Anlage bereits begonnen.

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