Neues Rechenzentrum Neues Rechenzentrum im Industriepark Behringwerke

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Das neue Rechenzentrum am Industriepark Behringwerke in Marburg schafft zusätzliche Serverkapazität für Unternehmen und bringt die Infrastruktur auf den neuesten Stand.

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vl.n.r: Thomas Janssen (Geschäftsführer Pharmaserv), Thomas Konermann (TÜV Rheinland, Sales Director), Wolfgang Kuhl (Pharmaserv IT-Leiter) und Klaus-Heinrich Matthäi (Pharmaserv, Leiter Qualitätsmanagement).
vl.n.r: Thomas Janssen (Geschäftsführer Pharmaserv), Thomas Konermann (TÜV Rheinland, Sales Director), Wolfgang Kuhl (Pharmaserv IT-Leiter) und Klaus-Heinrich Matthäi (Pharmaserv, Leiter Qualitätsmanagement).
(Bild Pharmaserv)

Marburg – Um der stetig steigendend Datenmenge Herr zu werden, hat Pharmaserv ein Rechenzentrum am Industriepark Behringwerke in Marburg gebaut. Der eingeschossige moderne Bau mit einer Massivdachkonstruktion bietet momentan 48 Server-Racks in 4 Server-Räumen. Die Fläche lässt sich aber nach Bedarf verdoppeln. Damit steht nicht nur den Firmen am Standort Behringwerke mehr Serverfläche zur Verfügung, sondern auch weiteren Unternehmen, die eigene Server auslagern oder zusätzliche Serverkapazitäten anmieten möchten. Schließlich hat der Pharmadienstleister in die Zukunft geplant und das sogenannte „Data-Center“ mit einer hohen Kapazität ausgestattet.

„Eine eingehende Analyse brachte es an den Tag: Nur in einem eigenständigen Gebäude mit entsprechender Infrastruktur ist dies am Standort in Marburg zu bewältigen“, sagt Pharmaserv IT-Leiter Wolfgang Kuhl zum Entschluss, ein eigenes Rechenzentrum zu bauen.

Das Gelände des Industrieparks Behringwerke biete gute Bedingungen, um ein spezifisches und empfindliches Gebäude wie ein Rechenzentrum zu errichten, sagt Betreiber Pharmaserv. Ein bereits abgeschlossenes Gelände mit einem eigenen Werkschutz und Feuerwehr sorge für Sicherheit. Zudem werde die Stromversorgung von zwei unabhängigen Umspannwerken geliefert, so dass ein Ausfall fast unmöglich sei.

Gewachsene Strukturen schaffen Sicherheit

Weitere Vorteile der gewachsenen Sicherheitsstrukturen seien eine Notstromversorgung, Gefahrenmeldesysteme und ein Pfortenbetrieb rund um die Uhr. „Im Vergleich zu Regionen wie dem Rhein-Main-Gebiet bestehen beispielsweise deutlich geringere Risiken durch Flugverkehr oder hohe Konzentration von Industrieanlagen“, unterstreicht Pharmaserv Geschäftsführer Thomas Janssen die Vorteile des Standortes in Marburg.

„Die Kunden profitieren von der Auslagerung ihrer Daten“, sagt Janssen und zählt einige Vorteile auf: Investitionen in eine eigene Infrastruktur seien nicht nötig. Die Unternehmen brauchen weder Raum zu schaffen noch Hardware zu kaufen oder komplizierte Schutzmechanismen zu installieren. Auch sei zusätzliches Personal nicht nötig. Und: Die Unterbringung der Server in einem dedizierten Datacenter bedeutet ein Plus an Sicherheit.

Aber nicht nur der Kunde profitiert von dem Data-Center, sondern auch die Natur. Pharmaserv-Ingenieure setzten dabei neue Maßstäbe mit dem geothermischen Kühlkonzept. Eine bis zu 75 Prozent effizientere Kühlung gegenüber einer herkömmlichen spart bis zu 200 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr ein. Ein weiterer Vorteil: Mit einem Teil der Wärme können Gebäude am Standort beheizt werden.

Geprüfte Verfügbarkeit im Data Center am Standort Behringwerke

Mit der Zertifizierung „Reliable Data Center“ hat der TÜV Rheinland die Verfügbarkeit und Sicherheit der abgelegten Unternehmensdaten im Data Center von Pharmaserv bestätigt. Die Experten vom TÜV zertifizierten die Verfügbarkeit des Rechenzentrums in unterschiedlichen Kategorien. Die Kriterien des Zertifikats berücksichtigen sowohl bauliche Aspekte wie Stromversorgung und Gebäudetechnik als auch organisatorische Abläufe. „Durch die Dokumentation der Ausfallsicherheit des Rechenzentrums mit einer Zertifizierung durch TÜV Rheinland sehen wir unsere Leistungsfähigkeit rund um das Data Center bestätigt“, so Wolfgang Kuhl.

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