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Injektions- und Infusionslösungen, die direkt in den Körper unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts gegeben werden, so genannte parenterale Arzneilösungen, können sowohl intrinsische als auch extrinsische Partikel enthalten. Beispiele für extrinsische, von außen herkommende Partikel, sind Fasern, Glas und Abrieb von Maschinenteilen.
Für intrinsische, vom Medikament selbst stammende Partikel, können Wirkstoffausfällungen, Interaktionen zwischen Rezepturbestandteilen und Primärpackmittel oder, insbesondere bei Antikörpern mit einer identischen molekularen Struktur (monoklonal), verwandte Substanzen mit höherer relativer Molekülmasse (Aggregate) genannt werden. Für die nicht-sichtbaren Partikel sind in den Arzneibüchern klare Grenzwerte und Analysenmethoden zur Untersuchung beschrieben.
Das medizinische Risiko, das von intravenös applizierten Partikeln ausgeht, ist immer noch Gegenstand von zahlreichen Forschungsarbeiten. Hier sind in den letzten Jahren insbesondere die Aggregate und deren Fähigkeit, Immunisierungsreaktionen beim Patienten hervorzurufen, bzw. toxische Eigenschaften zu haben, in den Fokus der Pharmaforschung gerückt. Auch von Verblockungen der Blutgefäße wurde berichtet; meistens werden die Partikel jedoch vom Körper im Gewebe (z. B. am Ort der Injektion) eingelagert.
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