Getränkeabfüllung

Neue Abfüllmethoden treiben die Hygieneanforderungen bei der Getränkeabfüllung in die Höhe

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Die richtige Menge Sirup

Die Sirupmenge, die für den Geschmack verantwortlich ist, wird bei dem neuen System mit einem Massedurchflussmesser bestimmt, der im Vergleich zur magnetisch induktiven Durchflussmessung einige Vorteile aufweist.

U.a. ist die Messung unabhängig von der Temperatur und der damit verbundenen Ausdehnung des Messguts. Zudem bieten Massedurchflussmesser die Möglichkeit, neben dem Massestrom als weitere Messgröße die Dichte von Fertigsirup festzustellen, die wiederum eine Messgröße für den Brix-Wert im Sirup ist. Der Brix-Wert ist beim Mischverfahren ein Maß für den Zuckergehalt, wodurch der Lebensmitteltechniker direkt erkennt, ob das Mischungsverhältnis stimmt oder die Charge verworfen werden muss. Die Analysentechnik ist also auch ein interessantes Arbeitsgebiet für klassische Messgerätehersteller, wie etwa Endress+Hauser, Krohne oder Anton Paar. Der E+H-Dichtemesser Liquiphant M Dichte ermöglicht gemeinsam mit dem Dichterechner FML621 die Überwachung des Brix-Wertes ebenso wie Cobrix 5, ein speziell von Anton Paar für die Getränkeindustrie entwickeltes Messsystem, das sowohl im Bypass als auch inline betrieben werden kann.

Hygiene ist Trumpf

Auch die Reinheitsanforderungen im Abfüllprozess steigen und nähern sich denen der pharmazeutischen Industrie weiter an. Krones etwa verbessert die Hygiene im Abfüllprozess, indem die Füllereinheiten in einem abgetrennten Reinraum aufgebaut werden, der von der Umgebungsluft der Produktionshallen abgetrennt ist. Wichtige Treiber sind das HACCP-Konzept und Abfüllmethoden, wie die aseptische Kaltabfüllung – einem Spezialverfahren zur Abfüllung von Säften, welches das Aroma schont und den Verzicht auf Konservierungsstoffe ermöglicht. Die dafür notwendige Technik ist vergleichbar mit der Herstellung parenteraler Arzneimittellösungen.

Die Flaschen werden in einem Isolator befüllt. Zweistufige Filter befreien die einströmende Luft von Keimen, so dass im Isolator eine sterile Atmosphäre herrscht. Gegenüber der Umgebung steht die Aseptikkammer unter einem leichten Überdruck, der das Eindringen von Keimen über die Luftschleusen verhindert. Über Handschuhe können die Anlagenfahrer in den Prozess eingreifen. Die Antriebe der Maschinen sowie die elektrischen und pneumatischen Versorgungsleitungen liegen außerhalb der aseptischen Zone und sind daher für das Bedienungspersonal leicht zugänglich.

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