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Digitale Applikationen Mit KI und Datenanalyse bessere Entscheidungen treffen

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Betriebs-, Engineering- und IT-Daten erfassen, kontextualisieren und in umsetzbare Informationen umwandeln - das verspricht eine neue IoT-Plattform, die alle digitalen Daten bündelt und zur Verfügung stellt. Was der Kunde davon hat? Bessere Performance seiner Anlagen und Organisation aller Geschäftsprozesse.

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(Bild: ABB)

Seit 2017 ist ABB Ability bei ABB der Dachbegriff für alles, was sich um die Digitalisierung dreht. Auf einer einheitlichen Plattform entstehen seither "maßgeschneiderte Lösungen aus Technologe und Services".

ABB Ability bündele das gesamte Portfolio an digitalen Lösungen und Services, sagte CEO Ulrich Spiesshofer bei der Einführung der Plattform in Houston. "Mit einer installierten Basis von mehr als 70 Millionen angeschlossenen Geräten und 70000 Steuerungssystemen sei ABB einzigartig positioniert, um die digitale Transformation der Kunden zu unterstützen", betonte er.

Basis für Ability ist Microsoft Azure

In den letzten Jahre ist die Ability-Familie stetig angewachsen und hat mit Weiterentwicklungen auf der Basis von Microsoft Azure auch den Sprung in die Cloud und ins Edge-Computing geschafft. Das neueste Mitglied ist seit diesem Sommer ABB Ability Genix - designed mit Blick auf die Prozessindustrie, wie Gero Lustig, Leiter des Digital Hub Central/Southern Europe bei ABB Industrial erklärt. Mit der Lösung will ABB die größten Herausforderungen der Kunden angehen: Unverbundene Daten aus einer Vielzahl von Quellen, eine heterogene Softwarelandschaft und die Probleme mit dem Rollout. "Viele Projekte schaffen es nicht vom Proof-Concept" in die breite Umsetzung," weiß Lustig und 73 Prozent aller erhobenen Daten würden gar nicht analysiert.

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Damit soll Genix nun Schluss machen. Die neue Lösung von ABB soll als Anlaufstelle für digitale Daten aller Art fungieren. Hier laufen die Informationsflüsse aus unterschiedlichen Quellen im Werk und Unternehmen zusammen und werden anhand eines einheitlichen Analysemodells kontextualisiert. Künstliche Intelligenz (KI) wandelt die Daten in aussagekräftige Informationen um und dienen dann Prognosen und der Optimierung der Unternehmensleistung. Das System besteht aus einer End-to-End-IoT-Plattform und Softwarewerkzeugen für die Datenanalyse ergänzt durch die ABB-Serviceleistungen. Genix verbinde Warenwirtschaftssysteme (ERP-IT) mit Produktionsleitsystemen (DCS-OT) und Designdaten (ET) und könne so den gesamten Produktionsprozesse optimieren, erklärt Lustig.

Der modulare Aufbau soll den Einstieg erleichtern. Es gibt vorgefertigte Apps, z.B. zur Überwachung und Inspektion, Risikoanalyse, Wartungspriorisierung, Korrosions-und Materialdickeüberwachung oder zur Performance-Überwachung. Nach und nach können weitere eigene Applikationen konfiguriert werden und so an die eigenen Anforderungen angepasst werden. .

Mission Zero

Ebenfalls neu ist der ABB Ability Energy and Asset Manager - eine Software-as-a-Service (SaaS)-Lösung, die durch eine Optimierung des Anlagen- und Energiemanagements die Energie- und Betriebskosten senken soll.

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Anwender können laut Nico Torfels, Product Marketing Specialist Daten zur Anlagenleistung betrachten und analysieren sowie Anlagen verwalten, um den Energieverbrauch in Echtzeit zu optimieren und die Gesamteffizienz des Standorts zu verbessern.

Mit der Möglichkeit des sofortigen Zugriffs jederzeit und überall eigne sich die neue Lösung für kleine und mittelgroße Fabriken und könne Kunden bis zu 30 Prozent ihrer Energiekosten und bis zu 40 Prozent der Wartungskosten einsparen.

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