Gentherapien Merck nimmt neue Anlage zur Herstellung viraler Vektoren in Betrieb

Redakteur: Alexander Stark

Mit der Eröffnung einer zweiten Produktionsanlage an seinem US-Standort in Carlsbad verdoppelt Merck die vorhandenen Produktionskapazitäten für virale Vektoren. Die 100-Millionen-Euro-Investition soll Kunden bei der Bereitstellung neuer kurativer Therapien für größere Patientengruppen unterstützen.

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Die Herstellung viraler Vektoren aus Suspensionszellkulturen erfolgt in Bioreaktoren mit bis zu 1000 Litern Volumen.
Die Herstellung viraler Vektoren aus Suspensionszellkulturen erfolgt in Bioreaktoren mit bis zu 1000 Litern Volumen.
(Bild: Merck)

Darmstadt – Das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck hat die Eröffnung einer zweiten Produktionsanlage in Carlsbad, USA, bekannt gegeben. Damit will das Unternehmen seine globale Präsenz als Auftragsentwickler und -hersteller (CDMO) erheblich erweitert. Mit der neuen, 100 Millionen Euro teuren und 13.000 Quadratmeter großen Anlage wird das Unternehmen seine bestehende Kapazität zur kommerziellen Herstellung viraler Vektoren im industriellen Maßstab mehr als verdoppeln.

„Aktuell zielen die meisten Gentherapien auf seltene Krankheiten ab, doch es besteht ein dringender Bedarf an einer effizienten Herstellung solcher Therapien, um noch größere Patientengruppen zu erreichen“, sagte Matthias Heinzel, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO Life Science. Sein Unternehmen wolle Kunden dabei unterstützen, neue kurative Behandlungen auf den Markt zu bringen, so Heinzel weiter.

Auch die neue, zweite Anlage am Standort Carlsbad bedient Kunden im Bereich von Zell- und Gentherapien. Die beiden Produktionsstätten verfügen zusammen über 30 Reinraumbereiche, die sämtliche Aspekte der Herstellung unterstützen – vom kleinen bis zum großen Maßstab für die klinische sowie kommerzielle Produktion. In der neuen Anlage kommt moderne Suspensionstechnologie zum Einsatz, die eine skalierbare und kostengünstige Herstellung ermöglicht.

Die Kapazitätserweiterung am Standort Carlsbad ist Teil der Bestrebungen des Unternehmens, das Wachstum durch Investitionen in die „Big 3“ zu beschleunigen, zu denen auch die Geschäftseinheit Process Solutions des Unternehmensbereichs Life Science als wichtiger Wachstumstreiber zählt.

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