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Petrochemie-Großprojekt in Malaysia

Megaprojekt Rapid geht voran – deutsche Unternehmen profitieren

| Autor / Redakteur: Rainer Jaensch (GTAI) / Wolfgang Ernhofer

(Symbolbild)
(Symbolbild) (Bild: gemeinfrei / CC0)

Der Bau des Rapid-Raffinerie- und Petrochemieprojekts, Malaysias derzeit größtes Industrievorhaben, liegt zur Halbzeit gut im Rennen. Wichtige Aufträge sind vergeben und teilweise schon implementiert, weitere werden folgen. Bis Anfang 2019 soll das milliardenschwere Megaprojekt betriebsbereit sein. Bedeutende Komponenten kommen aus dem Ausland, teilweise aus Deutschland.

Kuala Lumpur/Malaysia –Malaysias größtes Petrochemievorhaben, das Refinery and Petrochemical Integrated Development Project, kurz Rapid in Pengerang macht Fortschritte. Es ist Teil des mit 27 Milliarden Dollar dotierten Gesamtvorhabens Pengerang Integrated Complex (PIC), das mittlerweile zu 54 % fertiggestellt ist. Nachdem der Bau Anfang 2015 begann, soll er im 1. Quartal 2019 fertiggestellt werden. Den Höhepunkt der Bauphase wird das Vorhaben 2017 mit 60.000 Arbeitskräften erreichen, nachdem es Ende 2016 ungefähr 31.000 Beschäftigte waren.

Rapid, das Herzstück von PIC, besteht aus einer Erdölraffinerie mit einem Durchlauf von 300.000 Barrels pro Tag und einem Steamcracker mit einer kombinierten jährlichen Produktionskapazität von über drei Millionen Tonnen an Chemierohstoffen - Ethylen, Propylen sowie C4- bis C6-Olefinprodukte. Das Projekt der staatlichen Öl- und Gasgesellschaft Petronas schlägt mit 16 Milliarden Dollar zu Buche. Weitere elf Milliarden Dollar sind für die unterstützende Infrastruktur veranschlagt. Dazu zählen ein Blockheizkraftwerk, ein Terminal zur Regasifizierung von LNG (Flüssigerdgas), eine Luftzerlegungsanlage, ein Wasserversorgungsprojekt, ein Tiefseeterminal und andere Versorgungseinrichtungen.

Ausländische Firmen stemmen eine Reihe von Großaufträgen

Im Rahmen des Steamcrackers wurde bereits Malaysias höchste und schwerste Verarbeitungsanlage zum Fraktionieren von Propylen installiert - mit 121 m Höhe und 1809 t Gewicht. Auch eine kleinere Propylenanlage und eine Anlage zum Fraktionieren von Ethylen sind Teil des Steamcrackers. Errichtet wird dieser von einem Konsortium unter Leitung der japanischen Toyo Engineering.

Der Auftrag zur Beschaffung und Errichtung einer Polypropylenanlage mit einer Jahreskapazität von 400.000 t ist Ende 2016 an ein italienisch geführtes Konsortium gegangen. Das Unternehmen Tecnimont wird zusammen mit der China Huanqiu Contracting and Engineering für Planung, Beschaffung, Errichtung und Inbetriebnahme (EPCC) verantwortlich sein und dafür 328 Millionen Dollar erhalten.

Ebenfalls aus Italien kommt eine Diesel-Hydrotreateranlage (DHT). Mit einem Gewicht von 1057 t ist es der schwerste DHT-Reaktor, den Petronas bislang installiert hat. Er ist auch ein wichtiger Baustein für die Raffinerie und essentiell für die Herstellung von Dieseltreibstoff der Kategorie Euro 5. Dies soll der Regierung bei der Einführung des Kfz-Treibstoffs nach Euro-5-Standard helfen.

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