Chemieparkmanagement

Lanxess kommt langsam aus der Krise und der Chempark Leverkusen profitiert davon

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Lanxess investiert in Leverkusen

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat im Jahr 2015 seine Neuausrichtung beschleunigt und damit die Basis für einen neuen strategischen Fokus gelegt. „Nachdem wir die wesentlichen strukturellen Probleme gelöst haben, können wir uns nun wieder auf Wachstum konzentrieren“, erklärt Lanxess Matthias Zachert.

Das Unternehmen werde ein profitablerer und weniger zyklischer Spezialchemie-Konzern – mit einem ausgewogenen Portfolio von Qualitätsprodukten und mit Wachstumspotenzial. Zur neuen Wachstumsplattform gehören unter anderem die auch in Leverkusen ansässigen Geschäfte mit chemischen Zwischenprodukten und Additiven, Agrochemikalien sowie Spezialchemikalien für die Wasseraufbereitung, den Materialschutz oder die Lederindustrie.

Beschlossen ist bereits der Ausbau der Produktion des Geschäftsbereichs Saltigo am Standort Leverkusen. Dort investiert der Konzern nun rund 60 Millionen Euro in den Bau von zwei neuen Produktionslinien, vor allem für Agrochemikalien. „Unsere Verbund-Standorte in Deutschland sind auch in Zukunft ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Lanxess. Das unterstreichen wir mit dieser ersten großen Investition im Rahmen der Neuausrichtung deutlich“, so Zachert. Der Baubeginn ist für Mitte 2016 geplant, die Produktion soll Ende 2017 aufgenommen werden.

Supply-Center-Investitionen von Bayer Health Care

Deutlich sichtbar geworden sind mittlerweile die Aktivitäten von Bayer Health Care: Im südlichen Werksteil werden bis 2020 insgesamt rund 150 Millionen Euro in den Umbau eines bestehenden Produktionsgebäudes inklusive einer neuen Reinraum- und Gerätetechnik investiert.

Im Supply Center Leverkusen wird dann eine neue Parenteraliafertigung für rekombinante Faktor-VIII-Präparate zur Behandlung der Bluterkrankheit in Betrieb genommen werden. Parenteralia sind sterile Wirkstoff-Zubereitungen, die zur Injektion, Infusion oder Implantation in den menschlichen oder tierischen Körper bestimmt sind. Durch die Neuinvestitionen werden hier mittelfristig bis zu 60 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Bayer investiert zudem weiter in die Infrastruktur am Standort – beispielsweise in ein neues Parkhaus am Bay Komm. Im vierstöckigen Gebäude entstehen 406 Stellplätze, der Großteil davon für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Weitere Innen- sowie zusätzlich 56 Außenparkplätze stehen Gästen zur Verfügung. Mit dem Parkhaus erhöht sich sowohl die Attraktivität der umliegenden Büroarbeitsplätze als auch die des Bay Komms für Besucher.

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