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Pumpen „Made in Germany“ Lang lebe die Pumpe

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Was ist die beste Pumpe? „Die, die das macht, was sie soll: pumpen“ – ein Plädoyer eines Pumpenexperten für Pumpen „Made in Germany“. Lesen Sie, was es in diesem Zusammenhang mit einem knapp hundertjährigen Archiv auf sich hat.

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Für Anwendungen, die elastische Pumpenauskleidungen erfordern, hat Habermann in Zusammenarbeit mit Werkstoffspezialisten die Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit der eigenen Polyurethanqualitäten weiter optimiert.
Für Anwendungen, die elastische Pumpenauskleidungen erfordern, hat Habermann in Zusammenarbeit mit Werkstoffspezialisten die Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit der eigenen Polyurethanqualitäten weiter optimiert.
(Bild: Habermann Aurum)

„Made in Germany“ ist ein weltweit anerkanntes Gütesiegel, das für Dienstleistungen und Qualitätswaren steht, die in Deutschland produziert werden. Höchste Präzision, Qualität und Innovation zeichnet diese Waren aus. Durch die Globalisierung gewinne allerdings bei Ausschreibungen von Maschinen – so auch Pumpen – meistens der Günstigste, nur selten habe das aus Gesamtsicht wirtschaftlich sinnvollste Angebot die Nase vorn, ist die Erfahrung von Stefan Leuchtenberger, Geschäftsleiter Technik, Produktion und Service bei Habermann Aurum Pumpen in Bochum. Life Cycle Costs würden außer Acht gelassen und die spätere Anlagenverfügbarkeit der Betreiber nicht berücksichtigt, mahnt der Pumpenexperte. Die Langlebigkeit der Pumpen spiele da nur eine untergeordnete Rolle und „Made in Germany“ rücke leider in den Hintergrund.

Stefan Leuchtenberger, Geschäftsleiter Technik, Produktion und Service bei Habermann Aurum Pumpen mahnt: „Life Cycle Costs bitte nicht außer Acht lassen.“
Stefan Leuchtenberger, Geschäftsleiter Technik, Produktion und Service bei Habermann Aurum Pumpen mahnt: „Life Cycle Costs bitte nicht außer Acht lassen.“
(Bild: Leuchtenberger)

Ungeachtet des Preisdrucks ist hohe Qualität „Made in Germany“ mit dem Schwerpunkt auf Langlebigkeit und Robustheit auch für Habermann seit der Gründung 1927 der führende Grundsatz. „Unseren Pumpen eilt in der Branche der Ruf voraus, dass sie zu den langlebigsten Pumpen gehören“, zeigt sich Leuchtenberger stolz. Mehr als 35.000 Pumpen werden weltweit u.a. in folgenden Bereichen unter den härtesten abrasiven und/oder korrosiven Einsatzbedingungen eingesetzt: Chemie (z.B. TiO2 und Fe2O3), Düngemittelindustrie, Zuckerindustrie, Aufbereitung mineralischer Rohstoffe, Eisen, Stahl und Metallurgie, Wasserver- und entsorgung,Energieerzeugung.

Es sei keine Seltenheit, dass Ersatzteile für Pumpen angefragt werden, die schon über Jahrzehnte problemlos und unauffällig ihren Dienst tun, betont Leuchtenberger. Sollte dann doch ein Ersatzteil nötig sein, greift das Serviceteam tief ins fast hundertjährige Archiv, um alte, teilweise noch handgeschriebene Stücklisten und Zeichnungen zur Hilfe zu nehmen und diese Bauteile zu produzieren. Weit über 8000 Formen für Gussteile stehen hierfür zur Verfügung.

„Sollte ein Modell nicht zur Verfügung stehen, so nutzen wir modernste additive Fertigungsverfahren, um das Bauteil dennoch zu realisieren“, erklärt Leuchtenberger. Daher sei man auch heute in der Lage für eine Vielzahl der produzierten Pumpen Originalersatzteile zu liefern, die nach alter Maschinenbautradition in bewährter Qualität angefertigt werden. Die Verwendung der Originalersatzteile stellt zudem eine CE-konforme Instandsetzung sicher. Für Leuchtenberger und Habermann ist „Made in Germany“ nicht nur ein Slogan, sondern gelebte Philosophie.

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