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Investition von 90 Millionen Euro

JV zwischen Lonza und Chr. Hansen soll Dynamik im Mikrobiom-Bereich vorantreiben

| Redakteur: Alexander Stark

Durch die Zusammenarbeit mit Chr. Hansen bündelt Lonza seine Expertisen, die auf die sehr spezifischen Bedürfnisse von aufstrebenden Unternehmen im Mikrobiombereich zugeschnitten sind.
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Durch die Zusammenarbeit mit Chr. Hansen bündelt Lonza seine Expertisen, die auf die sehr spezifischen Bedürfnisse von aufstrebenden Unternehmen im Mikrobiombereich zugeschnitten sind. (Bild: Lonza)

Das Bioscience-Unternehmen Chr. Hansen und der pharmazeutische Auftragsproduzent Lonza haben eine Vereinbarung über die Gründung eines 50/50-Joint-Ventures unterzeichnet. Gemeinsam wollen die Unternehmen Pionierarbeit in der Herstellung von lebenden biotherapeutischen Produkten (LPB) leisten und sich als führender CDMO-Partner für Biotech- und Pharmakunden positionieren.

Kopenhagen/Dänemark; Basel/Schweiz – Das Joint Venture zwischen Chr. Hansen und Lonza vereint sich ergänzende Fähigkeiten und soll der weltweit erste CDMO-Anbieter werden, der eine vollständige Lieferkette zur Produktion von Bakterienstämmen für therapeutische Zwecke anbietet. Während Chr. Hansen sein Know-how in der Entwicklung, im Upscaling und in der Produktion von Bakterienstämmen einbringt, besteht Lonzas Beitrag aus seinen Erfahrungen in der pharmazeutischen Auftragsherstellung und führenden Technologien für die Formulierung und Verabreichung von Wirkstoffen.

Darüber hinaus wird das Joint Venture über Know-how in der Handhabung, Charakterisierung, Formulierung, Herstellung und Verkapselung von anaeroben Bakterien verfügen. Dank dieser gebündelten Fähigkeiten und einem nahtlosen Austausch zwischen Wirkstoff- und Arzneimittelaktivitäten sollen sich die Entwicklungszeiten verkürzen und die Chancen auf “Right First Time” (d.h. es beim ersten Anlauf richtig zu machen) erhöhen.

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Bei dem Joint Venture handelt es sich um eine zu je 50 % kontrollierte Einheit, die von ihrem Hauptsitz in Basel aus operiert und über Produktionsstätten in Dänemark und der Schweiz verfügen wird.

Klinischer und kommerzieller Bedarf an LBP

Das Joint Venture zielt auf die aufstrebende Forschungsindustrie von LBP für den präklinischen und klinischen Bereich ab. Weiteres Potenzial soll aus der kommerziellen Nachfrage entstehen, die aufkommen soll, sobald die ersten lebenden biotherapeutischen Produkte zugelassen und zur Behandlung verfügbar sein werden. Angesichts der Anzahl der derzeitig laufenden präklinischen und klinischen Studien schätzen die JV-Partner, dass die klinische Zulieferindustrie bis 2025 einen weltweiten Umsatz von 150–200 Millionen Euro erreichen wird. Bis 2035 dürfte der Umsatz in der gesamten Zulieferindustrie für den klinischen und kommerziellen Bereich auf über eine Milliarde ansteigen.

Aufbau einer pharmazeutischen Produktion in Vorbereitung

Die stufenweise Investition von rund 90 Millionen Euro wird über einen Zeitraum von drei Jahren zu gleichen Teilen auf die beiden Partner verteilt und für den Aufbau cGMP-konformer pharmazeutischer Produktionskapazitäten eingesetzt. Das Joint Venture wird bestehende Anlagen im schwedischen Hørsholm modernisieren und neue Produktionseinrichtungen in Basel für präklinische bis Phase-II-Projekte einrichten. Weitere Einrichtungen für die Phase-III- und die kommerzielle Produktion werden entsprechenden Fortschritten in der Mikrobiom-Pipeline aufgebaut. Die Investitionen folgen einem Stage-Gate-Prozess mit klar definierten Zielen. Die Erstinvestition beträgt 45 Millionen Euro, weitere 45 Millionen Euro werden folgen, sobald die Kundennachfrage für die klinische Phase III und die kommerzielle Produktion bestätigt ist. Es wird erwartet, dass sich das Joint Venture nach dem Aufbau der Produktion weitgehend selbst finanziert.

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