Interface-Technik

Interface-Technik überträgt Signale sicher im Ex-Bereich

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Die Funktechnik zeichnet sich gegenüber anderen Übertragungsverfahren durch einen geringeren Verdrahtungsaufwand sowie eine systembedingte Potenzialtrennung aus. Signale lassen sich drahtlos zwischen dem Ex-Bereich und dem sicheren Bereich oder durch den Ex-Bereich übertragen. Mit dem druckfest gekapselten Funksystem RAD können zwei digitale Schaltsignale und ein analoges Sensorsignal (4…20 mA) im Ex-Bereich (Zone 0, 1, 2) aufgenommen und an den Empfänger im sicheren Bereich oder in Zone 2 weitergeleitet werden. Das Funksystem, das über eigensichere Signaleingänge verfügt, ist selbst in Zone 1 installiert (Kennzeichnung mit Ex d e ib [ia]). Da das Antennensig-nal über eine Ex-Barriere aus dem druckfest gekapselten Gehäuse herausgeführt wird, kann die Antenne an der optimalen Position montiert werden. Das ermöglicht eine störungsfreie Signalübertragung auch über große Strecken.

Bei der Anbringung von Antennen im Ex-Bereich ist hinsichtlich ihrer Ausrichtung zu beachten, dass die in den einzelnen Zonen zulässigen Grenzwerte nicht überschritten werden. Die entsprechenden Daten für Sendeleistungen und Hochfrequenzfelder sind für die einzelnen Gasexplosionsgruppen in der EN 60079-0:2009-08 festgelegt.

Vorrichtungen für den sicheren Betrieb

Im Sinne der Atex-Richtlinie sind Sicherheits-, Kontroll- und Regelvorrichtungen für den sicheren Betrieb von Geräten im Ex-Bereich erforderlich oder tragen dazu bei. Obwohl selbst außerhalb des Ex-Bereichs installiert, be-nötigen sie für ihre Funktion – beispielsweise als Kontrollvorrichtung für Motoren in der Zündschutzart „Erhöhte Sicherheit“ – eine EG-Baumusterprüfbescheinigung. Für verschiedene elektronische Motormanager EMM und elektronische Wendelast-Relais mit Motormanagement ELR aus der Produktfamilie Contactron liegen entsprechende EG-Baumusterprüfbescheinigungen vor. Die Kennzeichnung mit einer Zündschutzart ist derzeit nicht notwendig, aber zukünftig Bestandteil der EN 50495. Mit einer modernen Überwachungstechnik kontrollieren die Motormanager kontinuierlich den Zustand des angeschlossenen „Ex e“-Motors und erkennen so eine Überlast zuverlässig. Über optionale digitale Ausgänge können dann externe Schaltelemente angesteuert werden.

Die Autorin ist Mitarbeiterin der Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont.

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