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Hochdruckdampfversorgungssystem Infra Leuna versorgt Domo Chemicals mit Energie aus Abhitzedampf

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Domo Chemicals wird am Chemiestandort Leuna ab sofort fast ausschließlich mit Energie aus Abhitzedampfquellen versorgt. Dafür ist eine neues Hochdruckdampfversorgungssystem in einem Infra Leuna-Kraftwerk ans Netz gegangen.

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Witold Balczarczyk, Geschäftsführer der Linde Gas Produktionsgesellschaft, Dr. Hermann Onko Aeikens, Minister für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Christof Günther, Geschäftsführer von Infra Leuna und Alex Segers, CEO bei Domo Chemicals (v.l.n.r.) nehmen das Hochdruckdampfversorgungssysstem offiziell in Betrieb.
Witold Balczarczyk, Geschäftsführer der Linde Gas Produktionsgesellschaft, Dr. Hermann Onko Aeikens, Minister für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Christof Günther, Geschäftsführer von Infra Leuna und Alex Segers, CEO bei Domo Chemicals (v.l.n.r.) nehmen das Hochdruckdampfversorgungssysstem offiziell in Betrieb.
(Bild: Egbert Schmidt)

Leuna – Das Hochdruckdampfversorgungssystem vollendet das Energiekonzept Pro Energie 2014+ von Infra Leuna. Im Rahmen des Energiekonzeptes am Chemiestandort Leuna wurde die erdgasbasierte Dampferzeugung schrittweise durch Lieferungen aus Abhitzedampfquellen substituiert.

Mit der Inbetriebnahme des Mitteldruckdampfsystem im Jahr 2014 gelang der erste wichtige Schritt. Auch der zweite Schritt, der Aufbau des neuen Hochdruckdampfversorgungssystems, gelang planmäßig. Durch das neue Versorgungssystem wird der Dampfkunde Domo Chemicals zukünftig überwiegend mit Abhitzedampf aus einer Prozessanlage von Linde versorgt.

Dampftransport über 4,8 km

Für den Transport des Abhitzedampfes wurde eine rund 3,8 km lange Hochdruckdampfleitung in den Nennweiten 300/400 von Werkteil I nach Werkteil II des Chemiestandortes Leuna auf Rohrbrücken neu verlegt und mit dem vorhandenen Dampfsystem gekoppelt. Damit wird der Hochdruckdampf insgesamt über eine Strecke von 4,8 km transportiert. Neben dem Bau der Hochdruckdampfleitung waren Modifikationen an der Linde-Prozessanlage und weitreichende Umbaumaßnahmen in einem Infra Leuna-Kraftwerk erforderlich.

Das Projekt wurde durch die Bereiche Ingenieurtechnik und Energie von Infra Leuna in enger Zusammenarbeit mit Linde, Triplan als Planer und Weber Industrieller Rohrleitungsbau & Anlagenbau umgesetzt. Der Transport von Dampf auf einer Druckstufe von 45 bar über diese große Entfernung war bereits in der Planung in Bezug auf Dimensionierung, Materialauswahl und Wärmedämmsystem eine technische Herausforderung.

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