Suchen

Reaktion auf Pläne der EU Industrie wehrt sich gegen Einstufung von Titandioxid als krebserregende Substanz

Redakteur: Alexander Stark

Kunststoffindustrie, Pigmenthersteller und Recycler reagieren mit Unverständnis auf die Pläne der Europäischen Kommission, Titandioxid als möglicherweise krebserregend einzustufen. Die Industrie sieht keinen Grund für eine solche Einstufung, da bestehende strenge Grenzwerte und Regularien den ordnungsgemäßen und sicheren Gebrauch von Titandioxid garantieren würden.

Firmen zum Thema

Die EU-Kommission plant Titandioxid als "vermutlich krebserregend" einzustufen.
Die EU-Kommission plant Titandioxid als "vermutlich krebserregend" einzustufen.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Brüssel/Belgien – Das Weißpigment Titandioxid ist ein wichtiger Rohstoff für Farben, Kosmetika und Medikamente und ist hierzulande in nahezu allen verarbeiteten Kunststoffen enthalten, dabei in fast 50 % mit Gehalten über einem Prozent. Ziel der Studie der Industrie war es, sowohl Fakten über die Verwendung von Titandioxid bei der Kunststoffverarbeitung in den unterschiedlichen Anwendungen zu erhalten als auch die Auswirkungen im Hinblick auf die Verwertung von Kunststoffabfällen zu ermitteln. Im Falle einer Einstufung könnten all diejenigen Kunststoffabfallströme, die mehr als ein Prozent Titandioxid enthalten, insbesondere aus dem Bau- und Abbruchbereich, zu gefährlichem Abfall werden.

In ihrer Studie argumentieren die Unternehmen und Verbände damit, dass es für Kunststoffhersteller und -verarbeiter aufgrund seiner herausragenden technischen Eigenschaften derzeit keine Alternative zu Titandioxid gebe. Die Hersteller befürchten eine massive Einschränkung in der Anwendungsbreite von Kunststoffprodukten. Die komplette Studie kann über die BKV kostenpflichtig erworben werden.

(ID:45802479)