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Neutraler Blick aufs große Ganze
„Das Detailwissen, das Unternehmen hinsichtlich der Kalibrierung von Messgeräten haben müssen, ist enorm und betrifft unter anderem Messtechnik-Know-how, Kalibrierverfahren, Kritikalität, Rückführbarkeiten und Messunsicherheiten. Gleichzeitig müssen die gesetzlichen Bestimmungen und regulatorischen Anforderungen beachtet werden“, so Fickinger.
Aus diesen Gründen suchte Boehringer Ingelheim einen zuverlässigen Partner, der einen neutralen Blick von außen auf das große Ganze einbringen konnte, um etablierte Kalibrierprozesse und -abläufe zu hinterfragen. Ein Partner, der ein fundiertes technisches und vor allem ein tiefes Kalibrier- Know-how über alle geforderten Messgrößen besitzt. Und der darüber hinaus über regulatorisches Wissen verfügt und auch Erfahrung mit Behörden hat für die Frage: Was muss erfüllt sein, um regelkonform zu sein?
Mit der Unterstützung von Endress+Hauser haben die Kalibrierverantwortlichen des Unternehmens schließlich den Kalibrierprozess inklusive der Durchführungsanweisungen auf Herz und Nieren geprüft.
Einheitliche SOP-Harmonisierung
In den darauf folgenden Monaten wurden insgesamt 120 Standard-Arbeitsanweisungen überprüft. Hierfür waren Kalibrierexperten von Endress+Hauser als Ansprechpartner vor Ort. Unter die Lupe genommen wurden sowohl die Allgemeinen SOPs als auch die Durchführungs-SOPs. Allgemeine SOPs gelten für alle deutschen Standorte und definieren den Umgang mit den kalibrierrelevanten Messstellen und Kalibrierdienstleistungen über externe Partner. Die Durchführungs- SOPs beschreiben den Ablauf der Kalibrierung für einzelne Messgrößen.
Im Dialog mit den Kalibrierverantwortlichen wurden die SOPs erfolgreich harmonisiert und in den Abteilungen etabliert – zunächst für die Standorte Ingelheim und Biberach. Die Allgemeinen SOPs wurden im Umfang reduziert und inhaltlich vereinfacht, die Anzahl der Durchführungs-SOPs von 58 auf 22 gesenkt. Statt sieben SOPs zur Kalibrierung von Temperaturmessgeräten gibt es heute nur noch eine. Durch eine enge Zusammenarbeit der Kalibrierverantwortlichen der einzelnen Bereiche konnten praxisnahe SOPs erstellt werden.
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