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Gas-to-Liquids GTL.F1 eröffnet Lizenzierung für Gas-to-Liquids-Großanlagen

| Redakteur: Dominik Stephan

Der Synthesegasspezialist GTL.F1, ein Joint-venture von Statoil, PetroSA und Lurgi, hat den Abschluss seiner großtechnischen Fischer-Tropsch-Technologie zur Gasverflüssigung bekannt gegeben. Das Verfahren soll nun weltweit lizenziert werden.

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Semi-kommerzielle Fischer-Tropsch-Gasverflüssigung in einer Raffinerie in Mossel Bay/Südafrika. (Bild: GTL.F1)
Semi-kommerzielle Fischer-Tropsch-Gasverflüssigung in einer Raffinerie in Mossel Bay/Südafrika. (Bild: GTL.F1)

Zürich/Schweiz – Die Phase der Technologieentwicklung, hauptsächlich in Laboren von Statoil in Norwegen, und die Demonstration mit einer semi-kommerziellen Gas-to-Liquids-Anlage einer PetroSA-Raffinerie in Mossel Bay/Südafrika seien damit zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen. Nach Firmenangaben ist die Technologie nun weit genug fortgeschritten, um sie weltweit zur Lizenzierung und kommerziellen Nutzung anzubieten.

GTL.F1 wurde 2005 als Joint-venture von Statoil, Petro SA und Lurgi zur Entwicklung kommerzieller Fischer-Tropsch-Verfahren zur Gasverflüssigung gegründet und soll dieses Wissen im Rahmen einer Technologielizenz interessierten Partnern zugänglich machen. Lurgi, das zur Air-Liquide-Gruppe gehört, übernimmt dabei die Partnerschaft für Engineering und Betrieb, während PetroSA Prozesswissen und eine Referenzanlage in Südafrika einbringt. Ein erster Vertrag über die großtechnische Nutzung von GTL.F1s proprietärer Fischer-Tropsch-Technologie befinde sich bereits in der Umsetzung, und weitere Firmen haben Interesse bekundet, heißt es.

Im Zuge dessen haben die drei Unternehmen einvernehmlich den Ausstieg Statoils aus dem Joint-venture bekannt gegeben. Statoil, das eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der GTL.F1-Fischer-Tropsch-Technologie spielte, wird sich von allen Eigentumsanteilen trennen und aus dem Management ausscheiden, weil das Lizenzieren kompletter Verfahren nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens gehöre. Es wird dennoch weiterhin bevorzugten Zugang zur GTL.F1 Technologie haben.

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