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Green Technologies Day Green Technologies Day wirft Blick auf Märkte der Zukunft

Redakteur: Olaf Spörkel

Im Rahmen der Reihe Green Technologies Day lud Lewa pumps + systems Experten zum Gedankenaustausch über Technologien, wichtige Absatzmärkte und neue Marktpotenziale der Zukunft ein.

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„Wir wollen nicht nur das aktuelle, sondern auch das zukünftige Geschäftsmodell unserer Kunden kennen und verstehen“, sagte Bernd M. Stütz, CEO von Lewa.
„Wir wollen nicht nur das aktuelle, sondern auch das zukünftige Geschäftsmodell unserer Kunden kennen und verstehen“, sagte Bernd M. Stütz, CEO von Lewa.
( Bild: Lewa )

Leonberg – Ende letzten Jahres startete Lewa mit der neuen Veranstaltungsreihe Green Technologies Day. Die Auftaktveranstaltung unter dem Motto „Biokraftstoffe – eine Ölquelle des 21. Jahrhunderts?“ beleuchtete aktuelle Forschungsaktivitäten, stellte moderne Technik in der Praxis vor und diente vor allem dem Erfahrungs- und Wissensaustausch.

Sind Brennstoffzellen und Mikroalgen zukunftsfähig?

Über die Entwicklung von Biokraftstoffen referierte Dr. Josef Lichtscheidl, Leiter Technologie, Projektleiter NExBTL-Projekt bei OMV und Lehrbeauftragter an der Universität in Wien für Umweltschutztechniken und Erneuerbare Energien. „Die Frage ist doch stets: Wie viele Kilometer kann ich pro Hektar fahren? Bei der Herstellung von Biodiesel stoßen wir immer an Rohstoffgrenzen.“ Dr. Lichtscheidl zog das Resümee: „Zu wenig Biomasse wird von zu vielen Projekten gejagt.“

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Auf diesen Aspekt wies Dr. Nicolaus Dahmen vom Forschungszentrum Karlsruhe hin: „Unter allen Energiequellen bietet allein die Biomasse eine C-Quelle. Unser Ziel sollte deshalb sein, aus Biomasse keine Energie gewinnen zu wollen, sondern sie als C-Quelle beispielsweise der Chemie zur Verfügung zu stellen.“

Bietet die Brennstoffzelle eine Lösung? Dr. Johannes Töpler vom Deutschen Brennstoffzellen- und Wasserstoffverband ist davon überzeugt. Langfristig werde das künftige Primärenergiesystem stromdominiert sein, er prognostiziert den Übergang von einem brennstoffbasierten zu einem strombasierten Energiesystem. Wasserstoff werde als wichtiges Stromspeichermedium fungieren und ein starker Partner für erneuerbare Energien und den Verkehrssektor werden. Wichtig dabei: Wasserstoff ist aus allen Energiequellen herstellbar, ist ein Speicher für erneuerbare Energien und ermöglicht die Nutzung effizienter Brennstoffzellen.

Auf großes Interesse stieß die Alternative, die Prof. Dr. Walter Trösch vom Fraunhofer IGB präsentierte: Mikroalgen als Rohmaterial für Wertstoffe und Energie. Algen lassen sich ohne Konkurrenz zur landwirtschaftlichen Produktion züchten, und sie verbrauchen Kohlendioxid, statt es zu produzieren.

Höhere Anforderungen an Pumpensysteme

„Die Referenten haben immer wieder aufgezeigt: Wichtig ist die Gesamtenergie-Bilanz eines Verfahrens. Deshalb müssen die eingesetzten Pumpensysteme so effizient wie möglich sein – das ist eine der vielen technischen Herausforderungen an uns“, resümiert Dr. Andreas Höhler, CTO bei Lewa. Als Trend in den Green Technologies sieht Höhler wachsende Anforderungen an Pumpensysteme hinsichtlich höherer Drücke, Temperaturen und Durchsätze.

CEO Bernd M. Stütz ergänzt: „Die Veranstaltung hat uns einmal mehr gezeigt: Erst der Dialog mit Experten sowohl auf Seiten der Anwender wie auf Seiten der Forschung bringt Erkenntnisse darüber, in welche Richtung sich die Märkte und Technologien vermutlich entwickeln werden. Das ist extrem wichtig für uns: Wir wollen nicht nur das aktuelle, sondern auch das zukünftige Geschäftsmodell unserer Kunden kennen und verstehen.“

Der 1. Green Technologies Day bot nach Meinung der Veranstalter eine Plattform für den Wissensaustausch. Durch die begrenzte Teilnehmerzahl war das Plenum immer aktiv an der Diskussion beteiligt. Der 2. Green Technologies Day ist für 2009 bereits in der Planung.

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