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Der Blick in die Montagehalle legt die Vermutung nahe, dass Sie, was die Auftragsbearbeitung angeht, am Anschlag sind.
Schubert: Ja, wir haben tatsächlich ein schönes Problem. Aber wir merken bereits, dass wir aufgrund längerer Lieferzeiten, Gefahr laufen Aufträge zu verlieren. Aufgrund unserer hohen Standardisierung brauchen wir von der Auftragserteilung bis zur Auslieferung zwar nicht länger als fünf Monate. Vorausgesetzt, wir können sofort mit diesem Auftrag anfangen. Aber wenn wir wie jetzt, Kapazitätsengpässe haben, entsteht eine Warteschlange. Dann werden aus fünf Monaten schnell acht oder neun Monate. Und das ist für manchen Kunden dann schon grenzwertig.
Welche Konsequenzen ziehen Sie daraus?
Schubert: Eigentlich wollten wir mit dem Bau der neuen Montagehalle erst im Herbst anfangen. Das ziehen wir jetzt vor, die ersten Arbeiten sind bereits gestartet. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass wir die zusätzlichen Montagekapazitäten bereits im kommenden Sommer in Betrieb nehmen können.
Gäbe es nicht auch die Möglichkeit, Komponenten zuzukaufen?
Schubert: Das kommt für uns nicht infrage. Wir sind ein Maschinenbauer, der selbst entwickelt und baut. Wir entwickeln eigene Roboter, eigene Steuerungen und die eigene Bilderkennung. Das macht uns unabhängig von anderen Zulieferern und vermeidet Schnittstellenprobleme. Unsere Kunden profitieren auch von der hohen Fertigungstiefe. Wenn ein Kunde ein Problem hat, dann schicken wir einen Monteur und der beherrscht die gesamte Maschine und deren Teilmodule.
Das bedeutet aber auch, dass Sie sehr viel Geld für die Entwicklung ausgeben.
Schubert: Ja, unser jährliches Entwicklungsbudget liegt bei fast zehn Millionen Euro. Ein Großteil hiervon geht in die Weiterentwicklung bestehender Systemkomponenten. Darüber hinaus ergänzen wir unser Produktportfolio mit neuen Systemkomponenten wie z.B. die gravimetrische Abfüllstation. Die Entwicklung ist eine unserer Stärken – das macht uns richtig Spaß.
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