Dezentrale Automatisierung Fünf Gründe, warum sich der Einsatz von Ventilinseln lohnt

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Kleine Steuerungsaufgaben lassen sich mit Ventilinseln unabhängig vom Leitsystem lösen. Der Vergleich zwischen Einzelventilen und „Insellösungen“ zeigt: Ventilinseln senken Installationsaufwand und Kosten.

Ventilinseln vereinfachen die Installation und senken Kosten, auch während des Betriebs.
Ventilinseln vereinfachen die Installation und senken Kosten, auch während des Betriebs.
(Bild: Festo)

Die pneumatische Automatisierung hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. War früher die Automatisierung mit einzelnen Ventilen, die am Antrieb montiert waren, der Standard, so sind heute leistungsfähige Ventilinseln mit integrierten elektrischen Ein- und Ausgängen erhältlich.

Da integrierte Steuerungen es erlauben, kleine Automatisierungsaufgaben vor Ort zu lösen, ist die Ventilinsel das Kernelement der dezentralen pneumatischen Automatisierung. Mit ihr lassen sich dezentrale Automatisierungslösungen schnell und einfach aufbauen. SIL-zertifizierte Ventilinseln können in PLT-Schutzeinrichtungen eingesetzt werden, wodurch Sicherheitskreise bis SIL2 realisiert werden können.

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Die modulare Ventilinsel CPX/MPA von Festo kann bis zu 64 Spulen von Magnetventilen ansteuern sowie digitale und analoge elektrische Signale verarbeiten. Die Kommunikation erfolgt über einen Feldbus mit überlagerten Automatisierungssystemen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit die Ventilinsel mit einer Steuerung auszurüsten, so dass Anlagenteile unabhängig von einem zentralen Prozessleitsystem betrieben werden können.

Durchgängig vom Prozessventil bis zur Leitebene

Mit diesen Elementen ist es möglich maßgeschneiderte und durchgängige Automatisierungskonzepte vom Prozessventil bis zur eigentlichen Leitebene aufzubauen. Wichtig dabei sind präzise aufeinander abgestimmte Komponenten, damit alle Elemente der Steuerungskette optimal funktionieren. Häufig resultieren Probleme aus Kleinigkeiten: Werden Schläuche und Verschraubungen mit zu kleinem oder zu großem Durchmesser oder mit für die Anwendung ungeeignetem Material ausgewählt, kommt es zu Verzögerungen der Signalübertragung.

Ist der Kostenunterschied bei der Investition noch gering, kann es beim späteren Betrieb der Anlage richtig teuer werden, falls ein Austausch notwendig wird. Damit liegen die Vorteile eines dezentralen pneumatischen Automatisierungskonzeptes auf der Hand. Die Gründe sind schnell aufgezählt:

1. Flexibilität durch Feldbus, leichte Integration und Erweiterbarkeit;

2. Zeitgewinn durch paralleles Engineering von Baugruppen;

3. Sicherheit durch zuvor autark getestete Baugruppen;

4. Reduzierter Installationsaufwand;

5. Maximale Anlagenverfügbarkeit durch Systemdiagnose.

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