Anbieter zum Thema
Mögliche Varianten
Die bloße Einhaltung der maßlichen Anforderungen reicht nicht aus, um die Erwartungen der chemischen Industrie zu erfüllen. Selbst die in der verordnenden Norm ISO 5199 (Technische Anforderungen an Kreiselpumpen – Klasse II) festgelegten Anforderungen, die erfüllt werden müssen, sind für spezielle Anwendungen u.U. nicht ausreichend (Hauptoptionen siehe Tabelle).

Ausführung des Lagerträgers
Die in der ISO 5199 geforderte Mindestlebensdauer für Lager beträgt 17 500 Stunden. Für viele Anwender ist diese Standzeit jedoch nicht akzeptabel, wenn die Pumpen rund um die Uhr laufen müssen. Für andere Anwender wiederum können die Investitionskosten der ausschlaggebende Aspekt sein. Als Konsequenz hat KSB entschieden, beiden Erwartungen gerecht zu werden und entsprechend technische Lösungen anzubieten: Der Economy-Lagerträger erreicht eine Mindestlebensdauer von 17 500 Stunden, wie laut Norm verlangt. Er ist kostengünstig, da hier einreihige Lager zum Einsatz kommen.
Im Gegensatz dazu umfasst der Medium-Duty-Lagerträger ein Rollenlager sowie Schrägkugellager, sodass in vielen Fällen Standzeiten von 100 000 Stunden und mehr erreicht werden können.
Nasse/trockene Welle
Hier haben gegensätzliche Anforderungen ebenfalls zur Entwicklung verschiedener Ausführungsoptionen geführt (siehe auch Bildergalerie). Während die nasse Welle auf die Erhöhung der Wellensteifigkeit abzielt, kommt die trockene Welle dort zum Einsatz, wo die Kosten in Verbindung mit Korrosionsbeständigkeit eine Hauptrolle spielen.
Die nasse Welle bietet eine geringe Wellendurchbiegung, mit anderen Worten eine höhere Wellensteifigkeit. In der Pumpenbranche wird die Wellensteifigkeit durch L3/D4 ausgedrückt. Der Parameter L entspricht dem Abstand zwischen Laufradaustritt und dem nächsten Radiallager. D steht für den Durchmesser der Welle im Bereich der Wellendichtung. Der Durchschnittswert der Mega CPK-Baureihe liegt bei 2,23 mm-1 und damit innerhalb des Bereichs für API-610-Pumpen (Schwerlastkreiselpumpen in den Bereichen Petroleum, Petrochemie und Erdgas).
Bei der Ausführung mit trockener Welle schützt eine Hülse die Welle vor dem Fördermedium. Das bedeutet, dass selbst Kohlenstoffstahl für Anwendungen mit hochkorrosiven Medien verwendet werden kann, wodurch sich die Kosten im Gegensatz zu Wellen aus Duplex-Werkstoffen weiter reduzieren lassen. Beide beschriebenen Optionen übererfüllen die Anforderungen nach ISO 5199 in Bezug auf die Wellendurchbiegung. Da die Wellendurchbiegung einen erheblichen Einfluss auf die Lebensdauer von Gleitringdichtungen hat, erhöht sich so die Betriebssicherheit nochmals. Weiterhin beeinflusst die Wellendurchbiegung den Leckagewert von Gleitringdichtungen.
Wovon hängt die Betriebssicherheit einer Pumpe ab? Das erfahren Sie auf der nächsten Seite.
(ID:42494248)