Tonerpigmente Eisenoxid-Pigmente für magnetische Toner

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Die Anforderungen an die synthetischen Eisenoxide werden immer höher. Mit seiner Kompetenz für passgenaue Lösungen und Produkte will Lanxess diesem Trend Rechnung tragen.

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Magnetit kristallisiert gewöhnlich in würfelförmiger (kubischer) oder in achtflächiger (oktaedrischer) Struktur aus. Beide Formen haben einen zu großen Restmagnetismus und sind daher unbrauchbar für Laserdrucker. Bild: Lanxess
Magnetit kristallisiert gewöhnlich in würfelförmiger (kubischer) oder in achtflächiger (oktaedrischer) Struktur aus. Beide Formen haben einen zu großen Restmagnetismus und sind daher unbrauchbar für Laserdrucker. Bild: Lanxess
( Archiv: Vogel Business Media )

Leverkusen – Druckertoner ist mehr als nur magnetisches Eisenoxid. In den meisten Kopierern und Laserdruckern bringen Magnetit-Pigmente das Schwarz an den gewünschten Stellen zu Papier. Jeder magnetische Einkomponententoner enthält 30 bis 60 Prozent der speziellen Eisenoxide. Doch moderne Geräte stellen hohe Anforderungen an die Partikel. Für ein optimales Druckbild sollte ein Teilchen dem anderen gleichen. Sie müssen genau die richtigen magnetischen und elektrischen Eigenschaften aufweisen. Diese Eigenschaften dürfen sich nicht durch Luftfeuchtigkeit verändern. Und nebenbei muss die Farbe stimmen: Kräftiges Schwarz mit edlem Blaustich wird heute bevorzugt. Um alle Anforderungen zu erfüllen, muss das Eisenoxid unter genau eingestellten Bedingungen auskristallisieren.

Kugelförmige Kristalle sind gefragt

Moderne Laserdrucker etwa benötigen möglichst kleine Pigmente mit hoher Farbkraft bei niedrigem Restmagnetismus (Remanenz). Diese Anforderungen erfüllt kein herkömmlicher Magnetit-Kristall. Magnetit kristallisiert gewöhnlich in würfelförmiger (kubischer) oder in achtflächiger (oktaedrischer) Struktur aus. Beide Formen haben einen zu großen Restmagnetismus und sind unbrauchbar für Laserdrucker – es sei denn, man verwendet größere Partikel. Diese groben Kristalle wiederum sind zu farbschwach. Erst eine trickreiche Rezeptur macht kugelförmige (sphärische) Kristalle möglich, die als einzige die gesuchten Eigenschaften aufweisen. Lanxess stellt diese Spezialpigmente mit maßgeschneiderten chemischen und physikalischen Eigenschaften her.

Wasserfeste Tonerpigmente

Eine weitere Spezialität sind Pigmente mit einem „Regenmantel“ aus Silikon für besonders leistungsstarke Drucker. Die „H-Grades“ nehmen kaum Feuchtigkeit auf. Die Produkte haben große Vorteile bei der Herstellung feuchtigkeitsempfindlicher polyesterhaltiger Toner. Adsorbiertes Wasser beeinflusst nämlich die Leitfähigkeit der Eisenoxide – und damit die elektrostatische Ladung. Das wiederum kann die Druckqualität herabsetzen.

Frei von Schwermetallen

Die gesamte Produktlinie ist nach Angaben des Unternehmens nahezu frei von gefährlichen Schwermetallen wie Blei, Cadmium, Quecksilber oder sechswertigem Chrom. Der Einsatz der Pigmente erlaube damit die Herstellung von Tonern, welche die Grenzwerte von Öko-Labels wie etwa dem „Blue Angel“ (Deutschland) und dem „Eco Mark“ (Japan) unterschreiten, so das Unternehmen. Der Schwermetallgehalt von Tonern gilt seit einigen Jahren als mögliches Gesundheitsrisiko am Arbeitsplatz. Für die Toner-Hersteller werden die Umwelt-Siegel deshalb zu einem immer wichtigeren Marketingargument.

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