Druckmesser/Sterile Pharmaprozesse

Eine Versicherung gegen Kontamination – gibt es das?

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Gleichwohl können sich Anwender auch für den Fall einer eventuellen Beschädigung der Plattenfeder wappnen. Wika bietet für solche Manometer ebenfalls eine Membranüberwachung an, die einen Bruch des Messglieds unmittelbar anzeigt.

Wenig Platz für Sensoren? Kein Problem!

Plattenfedermanometer eignen sich vor allem für mobile Tanks, in denen Zwischen- und Endprodukte gelagert oder zur nächsten Verarbeitungsstufe transportiert werden. Sie kontrollieren beispielsweise die Abfüllung und die Inertgas-Überlagerung. Die Maße solcher Behälter werden zunehmend geringer, seit sich die Pharmaindustrie verstärkt der Entwicklung und Herstellung von Individualmedizin zuwendet.

Prozesse mit kleinen Einheiten und Batches sind die Folge, in denen auch für die Instrumentierung weniger Platz zur Verfügung steht. Da kann es für Plattenfedermanometer rasch eng werden: Je niedriger der zu messende Druck, umso größer muss der Membran-Durchmesser und damit auch der Prozessanschluss sein.

Ohne Abstriche bei Sterilität oder Messgenauigkeit

Um diesem Problem zu begegnen, hat Wika ein neues Manometer für kleine Außenflächen entwickelt: Das PG43SA-C misst im Niedrigdruckbereich mit einer im Verhältnis deutlich kleineren Membran. Die reduzierte Anschlussgröße kombiniert das Gerät mit einer weiteren, für diese Messaufgabe am Tank wichtigen Eigenschaft: Es ist autoklavierbar. Das Manometer kann ohne vorherige Demontage mit dem Behälter unter Sattdampfbedingungen bei Temperaturen bis +134 °C sterilisiert werden. Der Prozess bleibt somit auch in der mobilen Phase geschlossen, die Qualitätssicherung gewahrt.

Je empfindlicher die pharmazeutischen Produkte, z.B. Injektionsstoffe, desto wichtiger ist das konsequente Einhalten der Sterilgrenze im Herstellungsprozess. Risikovermeidung hat bei der ein- gesetzten Messtechnik daher einen genauso hohen Stellenwert wie Genauigkeit und Zuverlässigkeit. Die besondere Herausforderung besteht darin, die funktionstechnischen und konstruktiven Eigenschaften in einer wirtschaftlichen Lösung zu verschmelzen. Denn Pharmaprozesse werden angesichts der Wettbewerbssituation zunehmend effizienter gestaltet – jedoch stets ohne Einschränkung der Sicherheit.

* * Der Autor ist Global Market Segment Manager Food and Pharma bei Wika, Klingenberg/Main.

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