Dosiermanagement Dosierüberwachung per App

Redakteur: Gabriele Ilg

Dosieren ist in der Produktion und den Hilfskreisläufen der Prozessindustrie (Chemie, Pharma, Food) ebenso wie in der kommunalen Wassertechnik (Aufbereitungstechnologien) eine Kernaufgabe. Präzises Dosier-Management biete die Smart Digital Chempairing Suite, verspricht Grundfos

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Dosier-Management mit der Smart Digital Chempairing Suite
Dosier-Management mit der Smart Digital Chempairing Suite
(Bild: Grundfos)

Müssen der Produktion oder der Wasseraufbereitung Zusatz- oder Hilfsstoffe zugegeben werden, ist präzises Dosieren eine Voraussetzung für Ökonomie und Ökologie. Für Facility Manager ist das Dosieren hinsichtlich der Trinkwassergüte sogar ein zentrales Hygiene-Instrument.

Grundfos offeriert dazu nicht nur bewährte Technik (Dosierpumpen der Baureihe ‚Smart Digital DDA‘ mit Schrittmotorantrieb), sondern darüber hinaus mit der App ‚Chempairing Suite‘ auch ein umfassendes Remote-Access-Tool (Fernzugriff) – Grundlage attraktiver digitaler Geschäftsmodelle beispielsweise für die Chemikalien-Distribution. Optional lässt sich an der Dosierpumpe einstellen, ob nur Daten aus der Pumpe gelesen oder auch die Pumpe über die Cloud fernbedient werden soll.

Technische Basis dafür ist die in der Dosierpumpe integrierte Dosierüberwachung ‚Flow Control‘, die klassische Dosierfehler identifiziert (defekte Ventile, Luftblasen, Kavitation, Überdruck) und zudem den realen Dosiervolumenstrom erfasst und überwacht. Mit diesen Daten ermittelt die App ‚Chempairing Suite‘ den externen Prozessvolumenstrom und präsentiert den Durchfluss in [ml/m3} oder die Massenkonzentration in [mg/l].

Mussten zur permanenten Erfassung des Gebindefüllstands bisher eine externe (zusätzliche) Sensorik verwendet werden, ist das nun mit der neuen App als interne Lösung verfügbar: Über die in der Grundfos-Cloud hinterlegte Chemikalien-Datenbank ist das jeweilige Bruttovolumen des Gebindes verfügbar; es wird als ‚Guthaben‘ in die App übertragen. Aufgrund der realen Dosiermengenmessung per Dosierpumpe kann so die zugegebene Chemikalienmenge vom ‚Guthaben‘ subtrahiert und als Ganglinie angezeigt werden. Diese kostengünstige, unkomplizierte und permanente Ermittlung des Gebindefüllstands eignet sich für den Einsatz von Einweggebinden. Mithilfe des Trendreports stehen diese Daten zur Verfügung: dosierte Chemikalienmenge (l/h), dosiertes Volumen an das Trinkwasser (m3/h), Gegendruck (bar), Gebindefüllstands-Tendenz (l), Ist-Dosierkonzentration (ml/m3).

Übrigens: Mit den Trenddaten über den Chemikalienverbrauch kann der Händler die Gebindegröße und damit die Servicekosten für seinen Kunden optimieren. Nicht zuletzt bietet die Systemlösung beim erstmaligen Anschluss eines Chemikalien-Gebindes bzw. beim Gebindewechsel einen implementierten Arbeitsschutz: Damit die Pumpe das Gebinde akzeptiert, wird mithilfe des QR- oder Barcodes von Dosierpumpe und Gebinde in einer Gebinde-Datenbank überprüft, ob diese Kombination frei gegeben ist. Die ‚Chempairing Suite‘ nutzt ein Gateway mit Mobilfunkübertragung (Low Power Wide Area Network, LPWAN, mit End-to-End-Verschlüsselung).

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