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Propan Direkte Herstellung von Propan mit Photobiologie

Redakteur: Sonja Beyer

Mikroorganismen, Sonnenenergie, CO2 und Wasser: Das sind die „Zutaten“, mit denen Wissenschaftler in Freiburg Kraftstoffe wie Propan direkt herstellen wollen. Mehr erfahren Sie hier.

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Freiburg – An einem photobiologischen Prozess, der die direkte Herstellung von Propan ermöglicht, arbeiten derzeit Wissenschaftler der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Biologische Energiewandlungsprozesse sind besonders geeignet, die Kohlenwasserstoffarten zu generieren, auf denen die gegenwärtige Transportwirtschaft beruht. Allerdings sind die in der Natur vorhandenen Möglichkeiten für die Umwandlung begrenzt. Deshalb zielt das Projekt hauptsächlich auf neue metabolische Synthesewege, die die gewünschten Eigenschaften besitzen.

Photosynthetische Mikroorganismen wie Cyanobakterien sollen mit Sonnenenergie CO2 und Wasser in Kohlenwasserstoffe umwandeln, die direkt als Kraftstoff genutzt werden können. Als Leitverbindung wurde Propan ausgewählt, weil es bei Raumtemperatur unter normalem Druck gasförmig ist, sich jedoch mit nur geringem Druck leicht verflüssigen lässt. So kann es ohne direkten Eingriff in den Produktionsprozess „geerntet“ werden. Alle sonst mit der Gewinnung von Biokraftstoffen verbundenen Extraktionsschritte können wegfallen. Der Prozess ist hocheffizient sowie zur direkten Anwendung geeignet und soll sich zudem sehr gut mit der vorhandenen Lager- und Verteilungsinfrastruktur vertragen. Denn in vielen EU-Staaten existiert eine Infrastruktur für die Distribution von Propan als Flüssiggas. In Deutschland gibt es beispielsweise mehr als 5000 Tankstellen, die Flüssiggas anbieten.

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