MSR/Automatisierung Die richtige Blende wählen

Redakteur: Redaktion PROCESS

Ein klassisches Verfahren für die Messung des Durchflusses ist das Wirkdruckverfahren. Vom Messprinzip her gesehen ein einfaches Verfahren, hatte es den Nachteil, für genaue Messergebnisse lange Einlaufstrecken zu benötigen. Ein optimiertes Design bei den Messblenden der hier vorgestellten Geräte verkürzt diese Einlaufstrecke erheblich und spart so Aufwand und Kosten.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Ein klassisches Verfahren für die Messung des Durchflusses ist das Wirkdruckverfahren. Vom Messprinzip her gesehen ein einfaches Verfahren, hatte es den Nachteil, für genaue Messergebnisse lange Einlaufstrecken zu benötigen. Ein optimiertes Design bei den Messblenden der hier vorgestellten Geräte verkürzt diese Einlaufstrecke erheb-lich und spart so Aufwand und Kosten.

In der Durchflussmessung nach dem Wirkdruck-Prinzip sind Messblenden die häufigste Alternative, dem Medienstrom ein definiertes Hindernis entgegen zu stellen. Eine wichtige physikalische Bedingung für diese Messanordnung ist die Einlaufstrecke vor dem Messgerät. Mit einem neuen Design von Messblenden hat der Hersteller Emerson Process Management seinen Kunden aus der Chemieindustrie jetzt eine 4-Loch-Blende vorgestellt, die selbst bei einer Einlaufstrecke von nur 2D auf 0,5 Prozent genau misst. Durch dieses patentierte Design wird die Durchflussmessung mit Messblenden flexibler und besser als bisher, so der Hersteller.

Die Rosemount Steckblende vom Typ 1595 erlaubt Durchflussmessungen nach dem Wirkdruck-Verfahren an Messstellen, bei denen sie bisher wegen der Rohrgeometrie von vielen für unmöglich gehalten wurde. Bei Messungen mit dem hier vorgestellten Messgerät erhält der Anwender genaue und wiederholbare Ergebnisse auch an Messpunkten, die im Auslauf von Störungen liegen, wodurch normalerweise Verwirbelungen entstehen, die eine Messung stark beeinträchtigen. Darüber hinaus ist die 4-Loch-Blende eine preisgünstige Möglichkeit, existierende Installationen, die wegen nicht ausreichenden Ein- und/oder Auslaufstrecken ungenügende Messergebnisse liefern, umzurüsten.

Worin liegt die Innovation?

Die Innovation der 4-Loch-Blende einfach erklärt: Statt einer zentralen Öffnung besitzt das neue Design vier gleich große, symmetrisch angeordnete Blendenöffnungen. Die entscheidende technische Neuerung liegt in der Größe und Anordnung dieser Öffnungen im Strom des Prozessmediums, wodurch das Durchflussprofil so gestaltet wird, dass eine stabile, genaue Messung möglich ist. Blenden mit diesem Design - so sind sich die Entwickler sicher - bieten die beste Durchflussmessung, die derzeit verfügbar ist.

Als Folge der weniger benötigten geraden Strecken in der Verrohrung muss um das Messgerät herum wesentlich weniger Material und Arbeit aufgewendet werden und die Beschaffungskosten sinken. Die Geräte können, wie die Experten des Herstellers versichern, fast überall installiert werden und schaffen den Vorteil kompakter und kostengünstiger Anlagenplanung und -auslegung für alle Projekte.Die 4-Loch-Kompaktblende Typ 405C ist mit Flansch und Ventilblock zu einem Stück vergossen und erfüllt die DIN/ISO-Vorgaben einer kompakten Blende für die Rohrbogenmontage. Es kann mit Rosemount Messumformern kombiniert werden, um ein DP Durchfluss-Messgerät zu erhalten. Das gesamte Gerät wird zusammengebaut, konfiguriert, getestet und fertig zum Einbau geliefert.

Auch Massen können genau gemessen werden

Beispiel Durchfluss-Messgerät Typ 3051SFC: es vereint das neue, kompakte Blendendesign mit der skalierbaren Architektur des Messumformers Typ 3051S. Es bietet Software-Funktionen wie konfigurierbare Einheiten des Durchflusses, Schleichmengen-Abschaltung und kundenspezifische Prozessalarme. Die Einbaumöglichkeiten sind flexibel, da das Messgerät direkt in der Verrohrung, das Anzeige- und Kommunikationselement am dafür am besten geeigneten Ort angebracht werden kann. Ein anderes Gerät des Herstellers, das mit dieser Technik arbeitet, das Massedurchfluss-Messgerät Typ 3095 MFC, integriert die kompakte Blende mit dem Typ 3095 MultiVariable-Messumformer. Durch die gleichzeitige Messung von Differenzdruck, Druck und Temperatur mit einem einzigen Sensor liefert das Messgerät genaue und dynamisch kompensierte Massendurchfluss-Daten.

Es ist aufgrund seiner Eigenschaften gut geeignet für Gas- und Dampfmessungen, bei denen ein kompensierter Durchfluss bestimmt werden muss. Die im Beitrag genannten Messgeräte vom Typ 3051SFC und 3095MFC gehören zur breiten Palette intelligenter, digitaler Feldgeräte der PlantWeb-Architektur des Emerson-Konzerns. Diese digitale Anlagenarchitektur kann die Effizienz einer Produktionsanlage durch Optimierung der Geräte, Prozessautomatisierung und Anbindung an MES-Systeme um zwei Prozent steigern, so die Emerson-Aussage. Weitere Kosteneinsparungen, eine erhöhte Anlagenverfügbarkeit und ein höherer Sicherheitsstandard werden darüber hinaus in Aussicht gestellt, wenn die Durchfluss-Messgeräte in die PlantWeb-Architektur integriert werden.

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