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Chemie 4.0

Die Chemie hat Lust auf Zukunft

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Eine Plattform für Industrie 4.0 in der Chemie: BASF, SAP, Pepperl+Fuchs, Samson und Endress+Hauser präsentierten Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam die Möglichkeiten der Digitalisierung.
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Eine Plattform für Industrie 4.0 in der Chemie: BASF, SAP, Pepperl+Fuchs, Samson und Endress+Hauser präsentierten Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam die Möglichkeiten der Digitalisierung. (Bild: Maurice Weiss BMWi/Ostkreuz)

Die Chemie ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht und rüstet sich für die digitale Wirtschaft. Deutsche Chemieunternehmen wollen Vorreiter der digitalen Transformation sein und greifen dafür tief in die Tasche. Manche gehen ganz neue Wege dabei und versuchen sich als Online-Händler beim Verbraucher.

Die digitale Zukunft der BASF kommt momentan in Gestalt eines selbstfahrenden Tankcontainers daher. Der Gigant mit 32 Rädern, acht lenkbaren Achsen und 16,5 Metern Länge soll die Intralogistik im Werk Ludwigshafen revolutionieren und in Zukunft die klassischen Bahnkesselwagen ersetzen. Noch fährt der Prototyp Wasser auf einem begrenzten Areal durch die Gegend, aber bald sollen 90 der Container im Werk unterwegs sein, 2018 sollen weitere 550 geliefert werden.

Das autonome Fahrzeug soll erst der Anfang sein, denn der Konzern will bei der Digitalisierung ganz vorne mit mischen. „Wir haben richtig Lust auf Zukunft“, betont der Stellvertretende BASF-Chef Martin Brudermüller auf dem Digitalgipfel in Rheinland-Pfalz, dessen Austragungsort wohl nicht ganz zufällig Ludwigshafen war. Der größte Chemiekonzern der Welt hat in den letzten 150 Jahren eine erstaunliche Regenerationskraft bewiesen, und Brudermüller hegt keinerlei Zweifel, dass das 2015 ins Leben gerufene Projekt BASF 4.0 den Konzern fit für die digitale Zukunft macht.

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Die Old Economy ist noch überauch lebendig

Marktforscher und Analysten stimmen zwar gerne den Abgesang auf die Old Economy an und denken nur noch in Lösungs- und Serviceplattformen. Doch die Schlacht sei noch nicht gewonnen für die andere Seite, betont Brudermüller, und wer das als Kampfansage an Google, Amazon und Co. versteht, liegt völlig richtig.

Die Chemie, so sind sich die Protagonisten der Branche einig, sei lebendiger denn je. In Zukunft werden eher mehr Chemikalien gebraucht als weniger, denn vor allem die gerne zitierten Digital Natives treiben die Nachfrage nach Tablets, Smart Phones und allen möglichen elektronischen Gadgets nach oben. Und für deren Herstellung können auch die Goog­les dieser Welt nicht auf die Chemie verzichten. Das war die klare Position einer illuster zusammengesetzten Diskussionsrunde auf dem Digitalgipfel mit ZVEI-Chef Gunther Kegel, BASF-CTO Brudermüller, Sonja Jost, CEO des Startups Dex Le Chem, und Matthias Schrader, Geschäftsführer von Sinner Schrader.

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