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Wirtschaftsgespräch Plastics Europe 2019

Deutsche Kunststofferzeugung kann nicht an Vorjahreserfolge anknüpfen

| Redakteur: Kristin Breunig

Michael Zobel, Vorsitzender Plastics Europe Deutschland beleuchtete beim Wirtschaftspressegespräch in Wesseling bei Köln u.a. den Rückgang in der kunststofferzeugenden Industrie.
Michael Zobel, Vorsitzender Plastics Europe Deutschland beleuchtete beim Wirtschaftspressegespräch in Wesseling bei Köln u.a. den Rückgang in der kunststofferzeugenden Industrie. (Bild: Plastics Europe Deutschland / Ulrik Eichentopf)

Die sinkende Weltwirtschaft und der Abschwung der Abnehmerbranchen sind nicht spurlos an der deutschen kunststofferzeugenden Industrie und ihrer Produktion vorüber gegangen. Im Wirtschaftspressegespräch in Wesseling bei Köln wurde die Lage der Branche betrachtet.

Wesseling – Beim Wirtschaftspressegespräch Plastics Europe Deutschland 2019 in Wesseling bei Köln war der Rückgang der Kunststoffproduktion im Jahr 2018 Thema. Der Start in das Jahr 2018 verlief laut Dr. Michael Zobel, Vorsitzender von Plastics Europe Deutschland, noch positiv. In der zweiten Jahreshälfte drehte sich dieser Trend jedoch deutlich ins Minus. Am Ende sank die Produktion von Kunststoff im Jahr 2018 um 3,1 % (2017: +3,7 %) auf 19,3 Millionen Tonnen. Somit konnte die kunststofferzeugende Industrie aufgrund eines schwierigen Marktumfeldes nicht an die gute Entwicklung der Vorjahre anknüpfen. Der Umsatz stieg 2018 moderat um 1,1 % auf 27,4 Milliarden Euro.

Die Hauptabsatzmärkte sowie die Haupteinsatzgebiete – Verpackung, Bau und Automobil – seien nahezu unverändert geblieben. Umsatz und Beschäftigung entwickelten sich leicht positiv. Jedoch sanken die Produktionszahlen nach einigen Jahren des Wachstums erstmals wieder, so Zobel.

Da die deutsche Kunststoffbranche stark exportorientiert ist, steht ihre Entwicklung in starkem Zusammenhang mit der wirtschaftlichen und weltpolitischen Lage. Die momentanen Unsicherheiten ließen noch keinen Schluss zu, ob für die Kunststofferzeugung im laufenden Jahr mit einer Seitwärtsbewegung oder einem Rückschritt gerechnet werden müsse.

Kreislaufwirtschaft stärken

Zobel brachte Meeresmüll und Umweltverschmutzung durch das Littering von Kunststoffverpackungen als drängende Probleme unserer Zeit zur Sprache und ging so auf den zunehmenden Gegenwind von Seiten der Politik und Zivilgesellschaft für Kunststoffe ein. Er wies darauf hin, dass nachhaltige Lösungen für die fachgerechte Sammlung und Sortierung von Abfällen und weitere Investitionen in Recyclingtechno­logien weltweit nötig seien, um die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Deutschland nehme hier international eine Vorreiterrolle ein. Zahlreiche Initiativen unter Beteiligung der Kunststoffbranche seien im Sinne der Zusammenarbeit über Wertschöpfungsketten aktiv. Dazu zählen Wissens- und Technologieaustausch sowie Aufklärungsarbeit.

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Sonderschau auf der K 2019

Auf der K 2019, die vom 16. bis 23. Oktober in Düsseldorf stattfindet, bietet die Sonderschau „Plastics shape the future“, welche federführend von der Messe Düsseldorf sowie Plastics Europe Deutschland organisiert wird, eine Plattform für Industrie, Wissenschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen. Hier sollen Kritik, Erfahrungen und Best Practices zum zirkulären Wirtschaften sowie innovative Lösungsansätze für mehr Nachhaltigkeit ausgetauscht werden. Des Weiteren erhofft man sich vom Messegeschäft die traditionellen Wachstumsimpulse und eine positive Weichenstellung für die Branche.

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