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Prozessleitsystem

Der Turbo für Prozessanlagen – so wird Prozessleittechnik fit für Industrie 4.0

| Autor / Redakteur: Martin Reichinger / Dr. Jörg Kempf

Bahn frei für Industrie 4.0: B&R hat an vielen Performance-Schrauben gedreht und bringt mit Aprol R 4.2 kräftig „PS“ in Prozessanlagen.
Bahn frei für Industrie 4.0: B&R hat an vielen Performance-Schrauben gedreht und bringt mit Aprol R 4.2 kräftig „PS“ in Prozessanlagen. (Bild: © lassedesignen, © ehrenberg-bilder, © cherezoff, © Nailia Schwarz - stock.adobe.com; [M]GötzelHorn)

Die neue Version des Prozessleitsystems Aprol R 4.2 hat B&R gleich mit mehreren wichtigen neuen Funktionen getunt, um den wachsenden Anforderungen im Hinblick auf Industrie 4.0 gerecht zu werden. Vor allem im Fokus der Entwickler: eine höhere Anlagenperformance.

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe an Möglichkeiten, die Leistung einer Anlage zu bewerten und Schwachstellen im Prozess aufzuspüren. Häufig sind es jedoch einzelne Tools oder Bausteine, die erst mühsam zusammengeführt werden müssen. Gerade im Hinblick auf zukünftige Industrie-4.0-Aufgaben wird mehr denn je ein System benötigt, das diese Informationen zusammenführt.

B&R hat in der neuen Version seines Prozessleitsystems Aprol den Fokus auf die Anlagenperformance gelegt. Dabei helfen ganz unterschiedliche Bausteine, die Anlage so effizient wie möglich zu betreiben – vom Modul für die Pumpenüberwachung bis zum intelligenten Umgang mit Alarmschauern. Schließlich ist ein Anlagenfahrer nur dann in der Lage, eine Anlage am Optimum zu fahren, wenn er nicht permanent Fehlermeldungen wegklicken muss.

Ein wichtiger Aspekt betrifft die Überwachung von Betriebsmitteln, so genannten Assets. Damit lassen sich Wartungskosten und Stillstände reduzieren und die Verfügbarkeit sowie Auslastung von Maschinen und Anlagen optimieren. Befinden sich Betriebsmittel im Produktionsablauf an neuralgischen Stellen, kann ein Ausfall zu einem Stillstand der gesamten Anlage führen.

Aktuelle Betriebsdaten werden mithilfe des Asset Performance Monitorings überwacht. Damit werden dem Betriebspersonal entscheidende Informationen zu den jeweiligen Betriebsmitteln geliefert. Durch die Ermittlung des Verschmutzungsgrades eines Wärmetauschers oder der Identifikation eines kavitationskritischen Betriebspunktes einer Kreiselpumpe können Ausfälle leicht verhindert werden. Messdaten kombiniert mit definierbaren Gütegrenzen lassen Probleme rechtzeitig erkennen. Unterschiedliche Module helfen, Fehler oder Schwachstellen im Prozess zu erkennen, z.B. Control-Module für:

  • Versorgungsleitungen: Der Software-Baustein berechnet permanent den Druckverlust in einem Rohr – dadurch können der Verschmutzungsgrad bzw. der hydraulische Verlust von Förderleitungen abgeschätzt werden.
  • Wärmetauscher: Durch die permanente Detektion des Verschmutzungsgrades im Wärmetauscher kann die aktuelle Effektivität des Wärmetauschvorgangs permanent überwacht werden.
  • Kreiselpumpen: Dieses Modul wird mit den bestehenden Messungen und Informationen der Kreiselpumpe versorgt. Durch Vergleich der Pumpendaten mit den tatsächlichen Messdaten lassen sich Rückschlüsse auf die Effizienz der Pumpe ziehen. Des Weiteren können Saug- und Druckseite-Messungen in Verbindung mit dem Volumenstrom zur Detektion von kavitationskritischen Betriebspunkten herangezogen werden.

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