Energieeffiziente Pumpensysteme Den optimalen Wirkungsgrad des Gesamtsystems Pumpe erreichen

Autor / Redakteur: Annegret-Claudine Agricola und Martin Streibel /

Energieeffizienz als Mittel zur Kostenreduzierung ist für Unternehmen schon lange kein Geheimtipp mehr. Gerade große Firmen mit vielen Standorten und Betriebe mit energieintensiver Produktion setzen auf diesen Erfolgsfaktor. Sie fördern damit Innovationen und verlängern die Lebenszeiten der betrieblichen Systeme.

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Bild 1: Alte Kühlwasserpumpen haben nicht unbedingt einen guten Wirkungsgrad. Durch einen Austausch lässt sich die Energieeffizienz erhöhen.
Bild 1: Alte Kühlwasserpumpen haben nicht unbedingt einen guten Wirkungsgrad. Durch einen Austausch lässt sich die Energieeffizienz erhöhen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Obwohl elektrisch angetriebene Systeme, beispielsweise Pumpen, in fast allen Bereichen in Industrie und Gewerbe zum Einsatz kommen, werden deren Einsparpotenziale bisher nur unzureichend ausgeschöpft. Und das, obwohl in diesem Bereich die Energiekosten um durchschnittlich 25 bis 30% gesenkt werden können. Zu häufig konzentrieren sich gerade kleine und mittlere Unternehmen einseitig auf die Sicherstellung der Energieversorgung und versäumen es dadurch, auch mangels fehlenden Know-hows, die verschiedenen Produktionskomponenten energetisch zu optimieren.

Gesamtwirkungsgrad bei Pumpensystemen entscheidend

Für den Energieverbrauch eines Pumpensystems ist nicht nur die Größe und der Anwendungsbereich, sondern insbesondere der Gesamtwirkungsgrad entscheidend. Es genügt nicht, nur die Pumpe selbst oder andere Einzelkomponenten getrennt voneinander zu betrachten. Das analysierte Pumpensystem ist vielmehr als Gesamtsystem zu verstehen, in dem alle Komponenten zu einem funktionierenden und effizienten Ganzen optimiert werden können.

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Bei diesem Systemansatz spielt die Reihenfolge der Optimierungsschritte eine wichtige Rolle. Als erster und entscheidender Schritt sollte der tatsächliche Bedarf analysiert werden. Aus den Daten der ein- und ausgehenden Stoffströme kann unter Zuhilfenahme des Lastprofils der Förderbedarf ermittelt werden, an dem wiederum die Dimensionierung der verschiedenen Systemkomponenten ausgerichtet wird.

Schrittweise werden dann die einzelnen Komponenten, insbesondere Motor, Getriebe, Pumpe und Rohrsystem, aufeinander abgestimmt. So wird sukzessive der optimale Gesamtwirkungsgrad des Systems erreicht (Bild 1).

Kühlwasserpumpensysteme bei Kühne auf Energieeffizienz optimiert

Das nachfolgende Praxisbeispiel des Hamburger Lebensmittelproduzenten Kühne zeigt, wie Unternehmen durch Optimierungen von Pumpensystemen hohe Energie- und damit Kostensenkungen erzielen können. Die stark verbreitete Anwendung von Pumpensystemen in produktionsnahen Bereichen vieler Industriebranchen macht sie für zahlreiche Unternehmen interessant.

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