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Künstliche Intelligenz

Datenqualität entscheidend für Investition in KI-Lösungen

| Redakteur: Alexander Stark

David Khuat-Duy, Corporate-CEO von Ivalua, sieht in der geringen Datenqualität ein Haupthindernis für die erfolgreiche Nutzung von KI-Anwendungen.
David Khuat-Duy, Corporate-CEO von Ivalua, sieht in der geringen Datenqualität ein Haupthindernis für die erfolgreiche Nutzung von KI-Anwendungen. (Bild: Ivalua)

Jedes zweite Unternehmen plant größere KI-Investitionen in Beschaffung und Supply Chain innerhalb von zwei Jahren, eine Marktstudie von Ivalua zeigt jedoch, dass die schlechte Datenqualität diese Pläne behindern könnte.

Frankfurt am Main – Ivalua hat eine weltweite Umfrage unter Supply-Chain-, Beschaffungs- und Finanzmanagern in Auftrag gegeben. Die Studie wurde von Forrester Consulting durchgeführt. Danach planen 55 % der Unternehmen größere Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) innerhalb der nächsten zwei Jahre. Weitere 25 % planen kleinere Investitionen in diesem Bereich, um den potentiellen ROI in den nächsten zwei Jahren bestimmen zu können.

Die Umfrage zeigt, dass Finanz-, Supply-Chain- und Beschaffungsmanager glauben, dass die größte Herausforderung bei der Einführung von KI die schlechte Qualität der Unternehmensdaten sei. Nahezu zwei Drittel der Befragten (59 %) sagen, die schlechte Datenqualität mache es der KI unmöglich, genaue und informierte Entscheidungen zu treffen. Das untergrabe das Ziel, mit Investitionen in KI Gewinne zu machen.

David Khuat-Duy, Corporate CEO von Ivalua sagte dazu, dass es einen großen Bedarf an KI gäbe und dieser würde weiter zunehmen, sobald mehr Applikationen und Erfolgsberichte verfügbar seien. „Unternehmen, die in KI investieren wollen, sollten die Probleme angehen, die die Vorteile sonst zunichtemachen könnten. Damit KI genaue Erkenntnisse lieferten, müsse sie auf eine solide Datenbasis zugreifen können. Die Umfrage zeige, dass dies in den meisten Unternehmen das größte Hindernis sei. Die Unternehmen, die in KI investieren, könnten nur dann erfolgreich sein, wenn sie gleichzeitig die Qualitätsprobleme bei ihren Unternehmensdaten angingen.

Die Datenqualität zu verbessern, ist keine leichte Aufgabe. 44 % geben an, dass sie nicht auf Daten zugreifen können, 43 % sehen eine Normierungslücke in ihren Datensätzen und für 41 % liegt ihre größte Herausforderung in ungenauen Daten. Darüber hinaus geben 36 % der Befragten an, dass die Überfülle an Informationen und fehlende interne Kompetenzen eine sinnvolle Nutzung der Daten erschwere.

Außerdem fehle häufig die Unterstützung der Geschäftsführung für KI-Innovationen (44 %). In der mangelnden Reife der KI-Anwendungen sehen 62 % ein Problem. Das Marketing der KI-Anbieter sei hier weiter entwickelt als die Funktionalitäten. 47 % sind auch unsicher, wie KI in bestimmten Anwendungsfällen eingesetzt werden könnte.

KI hat großen Einfluss auf die Beschaffung

Im Hinblick auf den praktischen Nutzen von KI zeigt die Studie, dass die Befragten glauben, KI entfalte die größten Wirkungen in folgenden Bereichen: Alarmierung der Unternehmen und der Lieferanten bei Unterbrechungen der Lieferkette (44 %), Erkennen und Kennzeichnen von Compliance-Problemen bei Lieferanten (39 %) und schnelle Identifikation von Betrugsfällen (37 %).

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Darüber hinaus meinen die Befragten, dass die KI zu mehr Automatisierung von einfacheren Aufgaben führen werde. Sie würden künftig in Minuten oder Sekunden statt in Stunden oder Tagen erledigt. Zu den betroffenen Bereichen zählen die Befragten die Rechnungsverarbeitung (51 %) und die Genehmigung vorgeschlagener Einkäufe (35 %).

David Khuat-Duy meint, dass Unternehmen letztlich von KI stark profitieren könnten, wenn sie sich vor allem um die Datenqualität kümmerten. Durch die Automatisierung einfacher Aufgaben oder mithilfe wertvoller Erkenntnisse könne die KI einen starken Wandel in der Beschaffung und in den Prozessen der Lieferkette bewirken. Sie könne beispielsweise eine intelligentere und effizientere Beschaffung mit fundierteren Entscheidungen ermöglichen. Dies stellt einen echten Wettbewerbsvorteil für alle dar, die in KI investieren, meint der CEO.

Die von Forrester Consulting durchgeführte Studie basiert auf einer Umfrage vom Januar 2018 unter mehr als 400 Finanz-, Beschaffungs- und Supply-Chain-Managern in USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland.

Hier können Sie die komplette Studie "Enabling Smarter Procurement" herunterladen

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