Integriertes Engineering

Das sind die Vorteile einer Verzahnung von Anlagenplanung und Leitsystem

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Standard für neue, schrittweise Migration

Auch zehn Jahre nach der Inbetriebnahme ist die Anlage ein wichtiger Pfeiler für die Produktion bei DSM. Die Prozesse werden laufend optimiert, sodass die Ausbeute der Anlage in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert werden konnte. Der Automatisierungsgrad wird kontinuierlich erhöht, um die Zahl der manuellen Eingriffe in den Prozess zu verringern. Diese Änderungen werden natürlich laufend in Comos nachgezogen, so Müller: „Auch dabei sehen wir den Vorteil des objektbezogenen Arbeitens in einer einheitlichen Datenbank – wir können neue Komponenten oder Darstellungen sehr einfach erzeugen.“

Nachdem Comos mit dem erfolgreichen Einsatz im Vitex-Projekt sozusagen die Feuertaufe bestanden hatte, wurde der Einsatz schrittweise ausgedehnt. Mittlerweile wird auch die Planung von Rohrleitungen und der Instrumentierung mit Comos durchgeführt. Seit etwa vier Jahren werden Neuanlagen mit Comos geplant. Für die Übernahme des Anlagenbestandes hat DSM gemeinsam mit Siemens eine Schnittstelle zum bisherigen System entwickelt, sodass auch die Möglichkeit besteht, Daten zu migrieren.

Niklaus Beck ergänzt: „Für die Migration haben wir klare Kriterien entwickelt, ab wann wir die Daten in Comos übernehmen müssen. Unser Ziel ist es, möglichst alle Dokumente in Comos verfügbar zu haben, aber natürlich müssen wir den dafür nötigen Aufwand im Auge behalten. Unsere Migrationsstrategie stellt sicher, dass jedes Modernisierungsprojekt eine gute Kosten-Nutzen-Bilanz hat.“

Das einheitliche Dokumentenmanagement erleichtert nicht nur das Engineering an sich. Müller weiß: „Gerade im Hinblick auf Anwendungen im Bereich Pharma oder Lebensmittel müssen wir dafür sorgen, dass unsere Daten gemäß GMP-Richtlinien gepflegt und vorgehalten werden. Wir müssen teilweise an 20 Orten immer dieselben Informationen und Daten halten – im Engineeringsystem, im System für das Management der Produktionsinformationen und so weiter – das ist ohne ein einheitliches Tool schlichtweg nicht zu leisten.“

Beck bestätigt dies: „Wir haben hier am Standort tatsächlich einmal pro Woche ein Audit einer Anlage oder eines Prozesses – entsprechend müssen unsere Dokumente immer gepflegt sein. Hier ist ein Tool wie Comos einfach eine enorme Hilfe.“

Auch beim Engineering selbst sind die Vorteile des Einsatzes von Comos deutlich spürbar. „Wir merken, dass wir die Qualität verbessert haben und die Projekte sind auch effizienter in der Ausführung geworden“, schließt Beck.

Auf der nächsten Seite lesen Sie ein Interview mit Thomas Müller, Leiter Tools und Dokumentenmanagement bei DSM in Sisseln.

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