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Pionier bei Datenbank-gestützten Tools
Dass heute Comos für die Planung der Rohrleitungen und Instrumentierung sowie der Elektrotechnik eingesetzt wird, ist nicht zuletzt ein Verdienst von Beck. Er ist seit 1986 bei DSM in Sisseln tätig und begann seine Karriere als Automatisierungsingenieur „noch am Reißbrett“, wie er sich schmunzelnd erinnert. Schnell jedoch wurden die ersten computergestützten Werkzeuge eingesetzt – allerdings noch viele verschiedene Tools für die Aufgaben von der Anlagenplanung bis zur Elektrotechnik.
Integriertes Engineering
PROCESS-Umfrage zeigt: Anwender sind vom Nutzen integrierter Engineering-Systeme überzeugt
„Mitte der neunziger Jahre übernahm ich die Leitung des Engineerings, und es war schon damals unser Ziel, diese Landschaft an verschiedenen Softwarelösungen zu bereinigen – aus der einfachen Überlegung heraus, dass wir unseren Aufwand für die Planung und Pflege verringern wollten“, erzählt Beck. „Nach einigen Zwischenschritten haben wir dann Comos evaluiert und waren von den Möglichkeiten schnell überzeugt.“ Zunächst wurde Comos nur als Engineeringtool für die Automatisierungsplanung eingesetzt, nach einiger Zeit wurde dann auch die Elektrotechnik damit geplant. „Und dann kam das Vitex-Projekt“, erinnert sich Beck.
Schlüsselanlage für ein Schlüsselprodukt
Die Bedeutung des Vitex-Projektes wird klar, wenn man sich die Rolle der Produktion in Sisseln für die Nutritional-Products-Sparte bei DSM vor Augen führt. Das Unternehmen ist einer der bedeutendsten Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln und Zusatzstoffen für Futtermittel weltweit und zugleich der größte Hersteller der Vitamine A und E – beide Vitamine werden ausschließlich in Sisseln produziert. Mit dem Vitex-Projekt, das 2004 abgeschlossen wurde, hat DSM seine führende Stellung im Markt für Vitamin E weiter gefestigt. Die neue Produktionsanlage wurde mit Simatic PCS 7 als Prozessleitsystem ausgerüstet.
Um die Planung für das Groß-Projekt termingerecht abzuschließen, mussten viele Teams parallel arbeiten. Beck und sein Team haben damals die Entscheidung getroffen, dass alle Partner, die an der Planung der Elektrotechnik und Automatisierungstechnik für diese Anlage beteiligt waren, mit den gleichen Tools in Comos arbeiten sollten. Dazu wurde gemeinsam mit der Firma Actemium die Software standardisiert und eine entsprechende Bibliothek erstellt. Die Partner wurden geschult, und schon damals wurde das Projekt durch einen Application Manager begleitet. Es wurden entsprechende Pflichtenhefte erstellt, die ebenfalls in Comos implementiert worden sind.
„Sicher sind wir ein gewisses Risiko eingegangen, Comos für dieses sehr wichtige Projekt einzuführen, aber das Risiko hat sich wirklich ausgezahlt“, blickt Beck zurück. Sowohl unser Team als auch die Engineering-Partner, die am Anfang sehr skeptisch waren, kamen am Ende zu dem Urteil, dass wir das Projekt ohne ein Datenbank-gestütztes Engineering-Tool nicht so erfolgreich abgeschlossen hätten.“
Nachdem Comos mit dem erfolgreichen Einsatz im Vitex-Projekt sozusagen die Feuertaufe bestanden hatte, wurde der Einsatz schrittweise ausgedehnt. Mehr auf der nächsten Seite.
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