Ifo-Konjunkturumfrage Corona-bedingte Kurzarbeit sinkt nur langsam

Redakteur: MA Alexander Stark

Die Zahl der Firmen mit Corona-bedingter Kurzarbeit sinkt – wenn auch langsam. Im Juli fuhren immerhin noch 42 % der Unternehmen Kurzarbeit, die an der Ifo-Konjunkturumfrage teilnehmen.

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Der Rückgang der Kurzarbeit geht dem Ifo-Institut zufolge nur sehr langsam vonstatten.
Der Rückgang der Kurzarbeit geht dem Ifo-Institut zufolge nur sehr langsam vonstatten.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

München – Der Rückgang der Kurzarbeit geht nur sehr langsam vonstatten. Von 46 % der in der Ifo-Konjunkturumfrage im Juni erfassten Unternehmen sank der Anteil im Juli lediglich auf 42 %. Im Mai waren es allerdings noch 53 %. Spitzenreiter blieb im Juli die Industrie mit 57 % der Firmen, nach 64 % je im Mai und im Juni.

Bei den Dienstleistern arbeiteten im Juli noch 39 % der Firmen Kurzarbeit, im Juni waren es 47 und im Mai sogar 48 %. Im Handel waren es 31 % im Juli, nach 29 % im Juni und 55 % der Firmen im Mai. Vergleichsweise wenig betroffen war der Bau, wo nur 11 % der Firmen Kurzarbeit im Juli fuhren, nach 25 % im Juni und immerhin 32 % im Mai.

Die Durchschnitte für die großen Wirtschaftszweige verbergen große Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen. Das zeigt sich an der Industrie: Während der Durchschnittswert 57 % beträgt, arbeiteten im Juli noch 80,8 % der Metallerzeuger und –bearbeiter in Kurzarbeit. Bei den Herstellern von Bekleidung sind es 78,3 % und bei den Herstellern von Metallerzeugnissen zu 72,1 %. In der Autobranche betrug der Anteil 67,7 %, in der Chemie hingegen nur 33,2 %, bei den Herstellern von Nahrungsmitteln 16,7 % und bei der Pharmazie 0,6 %.

Immer noch stark betroffen waren im Juli die Reisebüros und –veranstalter mit 89,2 %, die Hotels mit 83,3 %, die kreativen und künstlerischen Berufe mit 81,4 %, die Vermittler von Arbeitskräften mit 80,6 % und die Gastronomie mit 73,9 %. Besonders wenig Kurzarbeit gab es im Juli bei Finanz- und Versicherungsdienstleistern mit 6,4 %, im Grundstücks- und Wohnungswesen mit 6,2 % sowie in der Telekommunikation mit 6,1 %.

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