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Kooperation mit Google Computerchemie: Covestro investiert in Quantum Computing für chemische Simulationen

| Redakteur: MA Alexander Stark

Deutlich weniger Zeit, geringerer Ressourcen-Einsatz, effizientere und umweltfreundlichere Prozesse, völlig neue Materialien – das ist die mögliche Bilanz der neuartigen Technologie Quantum Computing in der Forschung und Entwicklung für die Chemiebranche. Um die Innovationsführerschaft in diesem noch in der Entwicklung befindlichen Gebiet der digitalen Chemie langfristig zu erschließen, baut Covestro jetzt Ressourcen und Partnerschaften auf - z.B. mit Google.

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Covestro hat einen Kooperationsvertrag mit Google unterzeichnet.
Covestro hat einen Kooperationsvertrag mit Google unterzeichnet.
(Bild: Covestro)

Leverkusen – Mit dem sogenannten Quantum Computing will Covestro neue Möglichkeiten auf dem Gebiet der chemischen Simulationen untersuchen. Dazu hat der Werkstoffhersteller einen Kooperationsvertrag mit Google unterzeichnet. Die aktuelle Forschungsarbeit konzentriert sich auf die Entwicklung grundlegender Algorithmen und soll künftig komplexe Simulationen in einem Bruchteil der Zeit gegenüber herkömmlichen Rechnern ermöglichen.

Covestro investiert bereits seit rund drei Jahren in digitale Forschung und Entwicklung. Das neuartige Quantum Computing ist ein weiterer Schritt bei der Suche nach neuen, digitalisierten Forschungsprozessen. Die Computer-Technologie ist nach Ansicht des Unternehmens der Schlüssel zu Wissen, das zum Beispiel für das erfolgreiche Vorantreiben der Kreislaufwirtschaft benötigt wird. Mithilfe von Quantum Computing werden Details hochkomplexer chemischer Reaktionsprozesse in kürzester Zeit digital simuliert und bewertet werden können.

Google arbeitet mit Hilfe von Quantum Computing an den kommenden Innovationen wie künstlicher Intelligenz. Aus diesem Grund treibt das Unternehmen den Ausbau von Quantum Hardware und Software voran. Quantum Computing soll eine entscheidende Rolle beim Ausbau der Fähigkeiten neuer Computertechnologien spielen. Das US-Unternehmen will Forschern und Entwicklern Zugang zu Open Source-Netzwerken und Rechenleistung gewähren, die über die klassischen Möglichkeiten hinausgehen.

Mit Quantum Computing will Covestro an den Erfolg vorangegangener Investitionen anknüpfen und die globalen Kompetenzen in der Computerchemie weiter vertiefen. Die Technologie kann perspektivisch weit über die Möglichkeiten des High-Performance-Computing hinausgehen, ist sich der Konzern sicher. Mit dem Ausbau eines klassischen Hochleistungsrechners am Standort Leverkusen für Computersimulationen und einer neuen, globalen Plattform für Forschungsdaten erschließt Covestro deshalb bereits seit vergangenem Jahr das Wertschöpfungspotenzial, das die digitale Transformation der Chemiebranche eröffnet.

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