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Resilience Index Beurteilung von Geschäftsrisiken – Schweiz führt Resilienz-Index erneut an

| Redakteur: Alexander Stark

China bietet als der größte Chemieproduzent der Welt neben Chancen auch Herausforderungen für deutsche Unternehmen. In der Gesamtbewertung im FM Global Resilience Index, einem Länderranking, das 130 Länder und Territorien nach der Resilienz ihres wirtschaftlichen Umfelds auflistet, liegt China im Mittelfeld. In Deutschland mahnt der Industriesachversicherer vor allem ein inhärentes Cyberrisiko an.

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Der FM Global Resilience Index sieht in Deutschland vor allem ein inhärentes Cyberrisiko.
Der FM Global Resilience Index sieht in Deutschland vor allem ein inhärentes Cyberrisiko.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Frankfurt am Main; Johnston/USA – Der Resilience Index des Industriesachversicherers FM Global, untersucht die Resilienz der Länder gegenüber betriebsunterbrechenden Vorfällen. Der Index bietet Entscheidern eine erste Orientierung in Bezug auf Geschäftsrisiken in den untersuchten Ländern und Regionen.

Die Gesamtplatzierung eines jeden Landes basiert auf insgesamt zwölf Treibern, die sich auf die Widerstandsfähigkeit eines Landes auswirken. Diese zwölf Treiber berücksichtigen Aspekte aus den Bereichen Wirtschaft, Naturkatastrophen und der Lieferkette wie beispielsweise Cyberrisiken, politische Risiken und die Gefährdung durch Umweltrisiken. Resilienz bedeutet in diesem Zusammenhang, wie gut sich ein Land oder ein Territorium gegen Ereignisse schützen kann und im Schadensfall wieder zurück zur Normalität findet.

Aufgrund ihrer Marktgröße und steigenden Kaufkraft bleiben die Bric-Staaten auch weiterhin für deutsche Unternehmen interessant. Doch neben den Chancen bieten die vier Länder gerade in Bezug auf Unternehmensresilienz auch Herausforderungen. Nach dem kürzlich veröffentlichten FM Global Resilience Index 2018, der 130 Länder und Territorien nach der Resilienz ihres wirtschaftlichen Umfelds auflistet, schneidet Russland im Gesamtranking unter den Bric-Staaten mit Platz 54 in puncto Resilienz am besten ab – gefolgt von Indien (Platz 60), Brasilien (Platz 64) und China.

China: Komplexe Risiken

Um der Größe des Landes und den spezifischen Risiken wie Naturkatastrophen gerecht zu werden, wurde China in drei Regionen aufgeteilt. 2018 belegt China Region I Platz 69, China Region II liegt auf Platz 71 und China Region III ist auf Platz 65. Laut dem datenbasierten Länderranking schneidet das asiatische Land neben dem Treiber „politisches Risiko“ (Platz 92) besonders beim Treiber „Veränderungsrate der Urbanisierung“ und beim Treiber „inhärentes Cyberrisiko“ schlecht ab. Hier erhält China jeweils nur Platz 118 von 130. Ein Verbesserungspotenzial zeigen ferner die beiden Treiber „Qualität des Risikomanagements bei Elementarrisiken“ (China Region I – III: Platz 67) und „Qualität des Risikomanagements bei Feuerrisiken“ (China Region I-III: Platz 44).

Der FM Global Resilience Index ist eine erste Orientierungshilfe für Unternehmen, die in andere Märkte investieren oder dort anderweitig tätig werden wollen.
Der FM Global Resilience Index ist eine erste Orientierungshilfe für Unternehmen, die in andere Märkte investieren oder dort anderweitig tätig werden wollen.
(Bild: FM Global)

Schweiz führt Resilience Index an – Deutschland auf Rang 5

Aufgrund sehr guter Bewertungen für die Wahrnehmung der „Qualität der Infrastruktur“ sowie der „Qualität der lokalen Zulieferer“ und der politischen Stabilität erhält die Schweiz wie im Vorjahr den ersten Platz. Deutschland landet erneut auf Platz 5. Dies liegt unter anderem daran, wie die „Transparenz der Lieferkette“ (Platz 3) und die „Qualität der lokalen Zulieferer“ (Platz 5) wahrgenommen werden. Bei der „Qualität des Risikomanagements bei Feuerrisiken“ kann Deutschland von den USA lernen. Denn während die USA bei diesem Treiber den ersten Platz belegen, liegt Deutschland auf Platz 14. Weitaus schlechter schneidet Deutschland 2018 beim Treiber „inhärentes Cyberrisiko“ mit Platz 80 ab.Haiti belegt von allen 130 Ländern und Territorien erneut den letzten Platz. Die Bedrohung durch Naturkatastrophen, die wahrgenommene Korruption und das „politische Risiko“ gehören zu den wichtigsten Auslösern für diese Platzierung.

Der Index beruht auf geprüften Daten von Quellen wie dem Internationalen Währungsfonds, der Weltbank, dem Weltwirtschaftsforum, der U.S. Energy Information Administration (EIA), den United Nations, dem Freedom House und der FM Global-Datenbank Risk Mark mit mehr als 100.000 versicherten Standorten. Der Resilience Index wurde für FM Global von Pentland Analytics erstellt.

Auszug aus dem Länderranking:

  • Schweiz 1
  • Luxemburg 2
  • Schweden 3
  • Norwegen 4
  • Deutschland 5
  • Äthiopien 126
  • Tschad 127
  • Nepal 128
  • Venezuela 129
  • Haiti 130

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