Consumer-Care-Markt

Bayer will Consumer-Care-Geschäft des US-Konzerns Merck & Co. übernehmen

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Mit Vollzug der Akquisition erlangt Bayer die globale Spitzenposition in zwei der fünf wichtigsten Segmente der rezeptfreien Gesundheitsprodukte: Dermatologie und Magen-Darm-Erkrankungen. In der Kategorie Erkrankungen der oberen Atemwege (Erkältung/ Allergien/Nasennebenhöhlen/Grippe) steigt Bayer weltweit zur Nummer zwei auf. Im Segment Nahrungsergänzungsmittel wird das Unternehmen weiterhin den zweiten Rang belegen und in der Schmerztherapie den dritten.

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Der Kaufpreis von 14,2 Milliarden US-Dollar beinhaltet eine Zahlung für das Claritin- und Afrin-Geschäft in bestimmten Ländern, in denen diese Produkte noch rezeptpflichtig sind. Aus dem Kaufpreis ergibt sich für 2013 pro forma ein EBITDA-Multiple von 21x. Bayer rechnet ab dem ersten Jahr nach dem Vollzug mit signifikanten Steuereinsparungen. Darüber hinaus erwartet Bayer aus der Integration erhebliche Kostensynergien, etwa bei Marketingaufwendungen und Herstellungskosten, in der Größenordnung von 200 Millionen US-Dollar pro Jahr ab 2017.

Umsatzsynergien in Höhe von etwa 400 Millionen sind angestrebt

Zudem sollen die erhöhte Vertriebskraft und die Nutzung der globalen Infrastruktur von Bayer dabei helfen, die von Merck & Co. erworbenen Marken in Schlüsselländern außerhalb der USA einzuführen und so 2017 bereits zu Umsatzsynergien in Höhe von etwa 400 Millionen US-Dollar führen. Die Einmalkosten im Zusammenhang mit der Transaktion und der Zusammenführung der Geschäfte setzt Bayer mit insgesamt etwa 0,5 Milliarden US-Dollar vornehmlich in den Jahren 2014/2015 an.

Bayer will die Akquisition mit einem Brückenkredit zwischenfinanzieren, der von der Bank of America Merrill Lynch, BNP Paribas und Mizuho bereitgestellt wird. Die anschließende Aussyndizierung soll an eine größere Gruppe aus dem Kreis der Bayer-Kernbanken erfolgen. Bei der späteren Ausfinanzierung am Kapitalmarkt ist die Begebung von vor- und nachrangigen Anleihen geplant.

Die Akquisition soll bereits im ersten Jahr nach Vollzug einen sofortigen positiven Beitrag von 2 % zum bereinigten Konzernergebnis je Aktie leisten. Die Transaktion ist noch von den zuständigen Kartellbehörden freizugeben und soll im zweiten Halbjahr 2014 abgeschlossen werden.

Das Consumer-Care-Geschäft von Merck & Co. gehört zu den großen OTC-Anbietern weltweit und hat eine starke Position in Nordamerika, dem größten OTC-Markt der Welt. 2013 erzielte das Geschäft rund 70 % seines Umsatzes in den USA, wo es führende Markenpositionen belegt. Zu dem Geschäft gehören Produkte vorwiegend in den Bereichen Erkrankungen der oberen Atemwege, Dermatologie inklusive Sonnenschutz, Fußgesundheit und Magen-Darm-Erkrankungen.

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