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Process Management Academy Automatisierungsbranche trifft sich auf der Process Management Academy 2008

| Redakteur: Frank Jablonski

Unter dem Motto „Optimization through Intelligent Automation“ startete am 29.01.2008 die Process Management Academy. Über 300 internationale Teilnehmer aus der Chemie- und Pharmabranche trafen sich zum Austausch über aktuelle Trends der Prozessautomatisierung.

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Impressionen von der Process ManagementAcademy 2008
Impressionen von der Process ManagementAcademy 2008
( Bild: ARC )

Düsseldorf – Viele bekannte Gesichter zeigen sich auf der vierten Process Management Academy, in Düsseldorf, aber auch „neue“ Firmen, die interessante Aspekte zum Motto „Optimization through Intelligent Automation“ beitragen . Im Fokus stehen dabei wieder alle Prozessindustrien, von der Chemie über Öl und Gas bis hin zu Pharma und Nahrungsmittelindustrie sind vertreten.

Einer der bekannten Mitspieler um die Prozessoptimierung, Bayer Technology Service, zeigt in Person von Dr. Thomas Sauter die modernsten Methoden in der Analytik für große Prozesse und prästentiert ein Konzept für integrales Asset Management. Ein weiteres Dauerbrenner-Thema, die Einführung eines Manufacturing Execution Systems, füllte sein Kollege, Dr. Timo Slawinski, mit Leben: Den Nutzen von integrierten Betriebsführungs-Systemen verdeutlichte er aus der Erfahrung, 50 solcher Projekte bei Bayer umgesetzt zu haben. So ergebt sich laut Slawinski bei einem Anteil am Investionsvolumen von 1-10% ein Return of Investment von 3-5 Jahren - wobei viele der Vorteile nur teilweise monetär bewertbar seien und etwa 3-5% des Umsatzes ausmachen könnten.

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Reduzierung des Aufwandes für Produktverfolgung und der Zeit für Produktionsfreigabe jeweils um 80 Prozent sind Zahlen, mit denen er das Publikum beeindruckt.

Über konkrete Projekte informieren

Ein konkretes Projekt stellte auch Dietmar Rostock von InfraServ Wiesbaden Technik vor: er und seine Kollegen standen vor dem Problem, in einem kurzen Zeitfenster eine Migration auf ein neues Leitsystem durchzuführen. Nicht machbar lautete das schnelle Fazit des Teams, bis die Idee geboren wurde, die E/A-Ebene vorerst beizubehalten, um dann nach der Migration nach und nach einzelne Feldgeräte auszutauschen - ohne einen kompletten Stillstand zu benötigen. Die Umstellung auf ABB Freelance 2000 mit über 1000 EMR-Stellen und Hunderten Digital-Ein- und -Ausgängen konnte schließlich in acht Wochen abgeschlossen werden.

Eine Rechnung der etwas anderen Art machte Daniel Großmann von der TU München auf: FDT + EDD + OPC UA = FDD UA. Er erläuterte einmal mehr das Ende des Wettstreites um den besseren Weg bei der Einbindung von Geräten in die Prozesse (process.de berichtete), indem es eine Lösung für EDDL und FDT geben wird. Nach Präsentation des Konzeptes zeigte er noch einmal detailliert die zukünftigen Vorteile wie Plattformunabhängigkeit und Skalierbarkeit auf.

Auch der heutige Mittwoch zeigt mit dem Blick auf Ex-geschützte RFID-Technik (Dr. Heribert Oberhem, BTS) oder der Weg zu Operational Excellence (Michael Büßmann, Yokogawa Europe) künftige Entwicklungen, die es zu beobachten gilt.

PROCESS im Gespräch mit Uwe Grundmann, Organisator der Process Management Academy von ARC Advisory Group

PROCESS im Gespräch mit Uwe Grundmann, Organisator der Process Management Academy von ARC Advisory Group

(Archiv: Vogel Business Media)

Welche inhaltlichen Schwerpunkte bzw. Highlights die PMA im Jahr 2008 bietet und wie sich die Veranstaltung von anderen Automatisierungsveranstaltungen abheben will, erklärt Uwe Grundmann (Bild) von der ARC Advisory Group. weiter

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