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Halbjahresbilanz Altana: Umsatz Corona-bedingt unter Vorjahr

| Redakteur: MA Alexander Stark

Nach einem erfreulichen Jahresauftakt hat der Spezialchemiekonzern Altana im ersten Halbjahr 2020 im Zuge der Coronavirus-Pandemie insgesamt einen Umsatzrückgang von knapp 7 % auf 1.078 Millionen Euro verzeichnet. Hierbei wirkte sich vor allem die stark rückläufige Nachfrage aus unterschiedlichsten Industriebereichen, allen voran dem Automobilsektor, aus.

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Corona-bedingt sank der Umsatz von Altana im ersten Halbjahr 2020 um knapp 7 %.
Corona-bedingt sank der Umsatz von Altana im ersten Halbjahr 2020 um knapp 7 %.
(Bild: Altana)

Wesel – Während der Spezialchemiekonzern Altana in unterschiedlichen Branchen Umsatzrückgange verzeichnen musste, setzen verbrauchernahe Geschäftssegmente wie PVC-freie Dichtungen für Lebensmittelkonserven ihren Wachstumskurs im ersten Halbjahr fort. Insgesamt ging der Umsatz um 7 % zurück Bereinigt um Akquisitions- und Wechselkurseffekte betrug der Umsatzrückgang 9 %. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erreichte 202 Millionen Euro und lag damit ebenfalls knapp 9 % unter dem Vorjahreswert. Die Ebitda-Marge konnte das Unternehmen durch Gegensteuerungsmaßnahmen im ersten Halbjahr 2020 mit 18,7 % auf hohem Niveau halten (Vorjahr 19,2 %).

Trotz der wirtschaftlichen Eintrübung hat der Konzern seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung im ersten Halbjahr 2020 um 3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöht. Mit einem Umsatzanteil von nun knapp 8 % investiert das Unternehmen weiterhin überdurchschnittlich in Innovationen, zum Beispiel im Zukunftsmarkt Digitaldruck. So konnte das interne Start-up Actega Metal Print für eine neuartige Technologie, die dekorative Metallic-Effekte mit erheblich weniger Material, Kosten und Produktionszeit als die bisher gängigen Verfahren erzielt, erste Beta-Kunden und einen Vertriebspartner gewinnen. Actega setzte im ersten Halbjahr 2020 sein Wachstum fort. Der Umsatz stieg um 9 % auf 200 Millionen Euro. Positiv wirkte sich vor allem der Zukauf von Schmid Rhyner aus. Aber auch bereinigt um Akquisitions- und Wechselkurseffekte verzeichnete das Start-up aufgrund der weiterhin guten Nachfrage aus verbrauchernahen Abnehmerbranchen ein leichtes Wachstum von 1 %.

Der größte Geschäftsbereich, BYK, verzeichnete einen Umsatzrückgang von 6 % auf 504 Millionen Euro. Bereinigt um Akquisitions- und Wechselkurseffekte lag der Umsatz 9 % unter dem Vorjahresniveau.

Der Effektpigmentspezialist Eckart erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 155 Millionen Euro. Das entspricht einem Umsatzrückgang von 16 % (operativ 17 %).

Der Anbieter für Elektroisoliermaterialien, Elantas, verzeichnete einen Umsatz von 219 Millionen Euro und lag damit nominal wie operativ 12 % unter dem Vorjahreswert.

Die für 2020 geplante Umstellung auf CO2-neutrale Stromversorgung setzte Altana bereits im März dieses Jahres um. Damit ist das Unternehmen auf Kurs für Klimaneutralität bis 2025. Dieses Ziel hatte der Konzern zu Jahresbeginn bekanntgegeben.

Ausgewogene Umsatzverteilung weltweit

Der Umsatz der Gruppe ist weltweit weiterhin ausgewogen verteilt. Die umsatzstärkste Region Europa erreichte im ersten Halbjahr 2020 426 Millionen Euro. Das entspricht einem Umsatzrückgang von 7 % (operativ 9 %). Der Umsatz in Asien sank um 6 % (operativ 8 %) auf 341 Millionen Euro. Der in Amerika erzielte Umsatz erreichte 294 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 7 % (operativ 11 %).

Für das zweite Halbjahr erwartet der Konzern eine leichte Erholung der Weltwirtschaft und auf dieser Basis für das Gesamtjahr 2020 einen Umsatzrückgang, der im oberen einstelligen Prozentbereich liegen sollte.

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